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kotze2801

Pistenrennsau

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Samstag, 20. August 2016, 16:17

ABS Probleme - Fehlersuche in Eigenregie

Hallo Leute!

Also ich hab bei meiner 2013er Shiver ABS das Problem, dass sporadisch (scheinbar völlig zufällig) mein ABS ausfällt. Das unangenehme dran ist, dass es erst ausfällt wenn ich bremse. ;(
Ablauf wie folgt:

-Ich bremse vorne normal (kein Rad blockiert)
-Das ABS springt auch vorne an und lässt mich quasi nicht mehr bremsen
-nach ca. 2-3s erkennt das Motorrad, dass was nicht passt und deaktiviert das ABS (Ab und an dauerts länger)
-nachdem ich die Zündung aus- und wieder einschalte geht es wieder bis der Fehler wieder auftritt (manchmal sofort wieder, manchmal zwei wochen ohne fehler)

Ich hab jetzt den Sensor vorne getauscht, aber der Fehler ist wieder aufgetreten und im Fehlerspeicher ist garnichts hinterlegt.
Jetzt hab ich mal die Pinbelegung vom ABS-Steuergerät rausgemessen, das Internet durchforstet und mir die ersten Gedanken dazu gemacht.

Habt ihr Ideen zu dem Problem?

Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass es etwas mit dem elektrischen Signal zu tun hat (z.B. Kabel durchgescheuert oder Versorgungsspannung des Sensors zu niedrig), wie es bei anderen der Fall war. Aber ich hänge daran, dass der Fehler nur auftritt wenn ich bremse. Fast, als ob das ABS Steuergerät die Raddrehzahlen nur misst, wenn eine Bremsung durchgeführt wird. Das kann ich mir aber schwer vorstellen. Wisst ihr, wie das Steuergerät in so einem Fall arbeitet?

lg kotze

PS: Da ich nur Schaltpläne ohne ABS gefunden, hier die Pinbelegung des ABS Steuergerätes:

ABS-PIN | Bezeichnung | Zweck/Anschluss
1 GND(Schwarz) Allg.Fahrzeugmasse
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4 IGN(Grün/Rot) Zündungsplus
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8 WL (Blau/Rot) Warnleuchte ABS ( Armaturenbrett PIN28 )
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11 R_SIGN (Gelb/Braun) Hinteres Sensorsignal
12 R_GND (Gelb) Hintere Sensormasse
13 F_GND (Weiß/Braun) Vordere Sensormasse
14 F_SIGN (Weiß) Vorderes Sensorsignal
15 PCC2 (Blau) Masse Fahrzeugidentifizierung (nur aus Handbuch)
16 ISO_K (Blau/Weiß) Leitung K ( Diagnose; ECU PIN10 )
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miele

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Sonntag, 21. August 2016, 06:40

Mein ABS geht derzeit auch nicht, nur das meine Bella beschlossen hat, es nicht wieder einzuschalten...
Soweit ich das aus einem Schaltplan einer neueren Shiver erkennen konnte, ist das ABS komplett autark angeschlossen, d.h. es gibt nur Strom, die Sensoren und eine Leitung um die Lampe im BC anzusteuern als Verbindungen zu den anderen Systemen der Elektrik.
Der Ausfall ging ähnlich, nur hinten. Angefangen hat es bei mir damit, das die ABS-Kontrolleuchte anfing schnell zu blinken. Das ging nach kurzer Zeit wieder aus.
Als nächstes hat beim Bremsen hinten die Bremse "irgendwie" reagiert, incl. blockieren des Hebels. Nach ein paar Bremstests schaltete sich das ABS komplett ab und seitdem brenst sie erstmal ohne...
Den Sensor und sein Kabel hab ich soweit optisch geprüft wie ich drankam, dann war erstmal Forumstreffen... nichts Auffälliges.

Mich würde interressieren, welches Signal der Sensor abgibt, wenn erfunktioniert...
Hätte Gott gewollt, dass Moppeds sauber sind, wär' Spüli im Regen...

kotze2801

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Sonntag, 21. August 2016, 12:09

Schnell blinken tut mein ABS während dem es eingreift, allso im Fehlerfall die paar sekunden bevor es komplett ausfällt.

Ja das Blockieren des Bremshebels hab ich auch immer wieder, wahrscheinlich weil das System denkt, dass das Rad komplett steht und deshalb den Bremskreis blockiert.
Das "irgendwie reagieren" ist genau das normale arbeiten ABS, nur halt ohne dass ein Rad blockiert.

Ich hab einen Sensor rumliegen, der funktionieren sollte. Ich bau eine Messschaltung und nimm das Signal auf, dann poste ich es hier! ;)

Ich hab das ganz blöde Gefühl, dass es echt am ABS Steuergerät liegt...
Weißt du, ob man das Steuergerät von dem Aggregat trennen kann, ohne was kaputt zu machen, oder die Funktion der Bremse zu beeinträchtigen?

lg

miele

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Sonntag, 21. August 2016, 18:28

Den Multistecker an der ABS-Einheit hatte ich schon ab um zu sehen ob der vieleicht das Problem hat. Sah aber sauber und trocken aus. Hab ihn wieder angeschlossen und bin danach auch damit gefahren (zum Forumstreffen). Mein ABS hat darauf gar nicht reagiert, will sagen es geht immer noch nicht.
Das Stottern bei blinkender ABS-Leuchte war bei mir schon deutlich anders als das normale Regeln... weitaus längere Intervalle, deutlich ungleichmäßiger und die Bremswirkung nahezu komplett nicht vorhanden.
Hätte Gott gewollt, dass Moppeds sauber sind, wär' Spüli im Regen...

mrgcar

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Montag, 22. August 2016, 07:30

Hallo Thomas,

ich :denk in eigenregie...ohne Messwerkzeuge...wird's kein Tor. Da stocherst du quasi im Nebel rum und tauscht Teile ohne zuvor zu wissen ob das nachhaltig ist.

Mein Tip, lass vom Fachmann (Boschdienst oder Apriliawerkstatt) eruieren was genau der Fehler ist, und dann kannst du einschätzen ob du es selbst reparieren kannst/willst.

Viel Glück!
.




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kotze2801

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Montag, 22. August 2016, 13:39

Hallo mrgcar!

Momentan stochere ich noch im Nebel, das stimmt. Aber die Aprilia Mechaniker auch! =)

Ich bin Elektrotechnik Student (vorher hab ich eine Ausbildung zum Electric Automitive Engineer gemacht) und hab mir schon ein paar Messwerkzeuge angesammelt (Oszilloskop, Mess-SOC´s, etc...). Momentan warte ich auf einen Adapter, dass ich Fehler auslesen kann.

Meine Motivation ist halt, dass ich den Fehler genau identifiziere bevor ich Teile zu tauschen beginne. Denn der nächste Schritt von Aprilia wäre es eifach mal den Kabelbaum zu tauschen.
Ich kann es aber fast nicht glauben, dass es der Kabelbaum ist, weil der Fehler eben nur Auftritt sobald ich die Bremse betätige. Die Messung der Raddrehzahlen findet aber laut Aprilia kontinuirlich währed der Fahrt statt. Folglich müsste ein Messfehler des Fahrzeugs zwangsläufig auch ohne Bremseingriff auftauchen.

Momentan hoffe ich noch, dass irgendwelche Spannungseinbrüche dafür Verantwortlich sind (diese könnte ich selbst finden und korrigieren).
Für den Fall dass es das Steuergerät ist, müsste ich es dann aufmachen und drinnen Nachmessen während ich die Fahrt durch äußere verschaltung simuliere.

Also sei versichert, dass ich nicht blindlings drauf los bastle! ^^
Wenn du irgendwelche Ideen hast was ich überprüfen sollte, bitte einfach posten (Ich möchte hier Ideen sammeln und die Ergebnisse zur Verfügung stellen).

Mein momentaner stand:
Versorgungsspannung ABS Steuergerät: 13,2V wenn der Motor steht bis ~13,8V wenn der Motor läuft
Versorgungsspannung Raddrehzahlsensor: 11,5V wenn der Motor steht bis 13,55V wenn der Motor läuft
lt. Aprilia sollte das Ausgangssignal des Raddrehzahlsensors im Betrieb zwischen 11,25V und 11,55V wechseln
Deshalb vermute ich Spannungseinbrüche als Fehlerquelle.

lg kotze

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Montag, 22. August 2016, 14:27

Servus zusammen

Durch was kann den die Spannung einbrechen.

Durch lockere Stecker oder Steckverbindungen die korridiert sind oder einen Wackler haben.
Beim Tausch des Kabelbaum sind dann alle Steckverbindungen wieder so gut wie neu und das Problem ist
plötzlich verschwunden.

Ich wiederhole mich ungern aber das größte Übel aller Stromverbindungen sind Stecker die nicht dicht sind.
Mit der Zeit kommt Wasser rein am schlimmsten Fall mit Salz oder Restsalz vermischt.
Das arbeitet dann im Stecker so das Kabel , Steckschuhe oder die Stecker selber gammeln.
Das muß nicht der Stecker sein das können auch die Kupferlitzen sein wo durch die Kabilarwirkung der Gammel
schön langsam hoch steigt und im Kupferkabel so für einen Widerstand sorgt der dann solche
Spannungseinbrüche bewirkt. Ich hatte schon Kabel gesehen wo sich die Litze aufgelöst hatte ( allerdings im LKW Bereich ).

Man kann betroffen Kabel durch einen Ohmmeter feststellen.
Wenn der ABS Sensor arbeitet sollte auch das Signal am Modul das ankommen
tut es das nicht oder ein zu hoher Spannungsabfall dann ist Leitung betroffen.

Ich denke das nachwievor unsere Bellas mit Wasser, Salzresten ihre meisten Probleme haben.

Gruß

Manni :bier

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Frank882

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Montag, 22. August 2016, 15:08

die raddrehzahlsensoren kannst du einfach bei drehendem rad mit nem oszilloskop testen, es sollte eine schöne rechteckkurve mit sich verändernder frequenz/impulsdauer zu sehen sein - je nach raddrehzahl....

ich persönlich mache es immer so, dass ich alle geöffneten stecker satt mit säurefreiem fett vollpumpe und dann wieder zusammenstecke.....hält wasser und sonstigen schmurks fern....

kontrolliere am besten auch mal die verpressungen der steckverbinder auf der rückseite wo die jeweilige litze eingepresst ist,
mir kam es auch schon unter, dass die oxidation bereits in den aufgepressten teil eingezogen ist und für übergangswiderstände sorgte,

zu not nen neuen stecker aufpressen, oder den vorhanden pin mit drahtbürste reinigen und zusätzlich nachlöten um wieder einen niederohmigen kontakt herzustellen, beim löten hilft hier ggf. säurehaltiges lötwasser welches die oxydschicht entfernt und sich gut bei solch vermurkstem zeug löten lässt, das lötwasser sollte aber danach möglichst wieder abgespült werden da es relativ aggresiv ist und das kupfer angreift...

gruß Frank

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kotze2801

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Montag, 22. August 2016, 15:51

Vielen Dank für die Tipps! :bier

Die Stecker werd ich auf jeden Fall reinigen und das mit dem Fetten gegen Wasser gefällt mir sehr gut.
Ich muss sagen, dass die Gummiglocke über dem Stecker am ABS Steuergerät richtig voll mit Dreck war, der Aussieht als ob er mit Wasser eingespühlt wurde...

Die Raddrehzahlsensoren sind magnetoresistive Sensoren, d.h. ohne einen Shunt zum Strom messen geht mit dem Oszi nix.
Aber ich hab eine kleine Testschalutung gebaut und gemessen:







Komischerweise ist der Sensor, wenn ich das Metall vor ihm entfernt habe, nicht immer in dem selben Zustand stehengeblieben.

lg


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