Ich war mit der Aprilia beim 40000 km Service, auf meinen Wunsch ohne Ölwechsel, denn das macht jemand anders für mich. Ich habe darum gebeten, sich die klappernde Steuerkette bei halbwarm-Start anzuschauen und die Mutter am Starterkabel durch eine selbstsichernde zu ersetzen, weil ich da echt schlecht selbst ran komme. Donnerstag früh abgegeben, Donnerstagabend war es noch nicht fertig, aber Freitag Mittag dann. Abgeholt, alles palletti. Auf der Rechnung sind Service und Arbeit am Steuerkettenspanner getrennt berechnet.
Service: 38 AW / 3,17 Stunden, Kleinteile, Luftfilter (77 Euro), 2 Zündkerzen (121 Euro) = 650 Euro + MWSt = 773 Euro
Steuerkettenspanner: Da wurde ein Aprilia-Zubehörteil (1A021528 Chain Tensioner Expansion Volume) verbaut, 108 Euro für das Teil, 90 Euro für einen neuen Steuerkettenspanner (identisch zur vorderen Zylinderbank der Tunono V4), Kleinteile, 18 AW / 1,5 Stunden = 373 Euro + MWSt = 444 Euro
Am Ende stehen unten rechts auf dem Zettel 1217 Euro. Das ist eine stolze Summe. Es wurden keine Ventile eingestellt, alles im Maß. Dass man 444 Euro bezahlen muss, damit ein ab Werk fehlerhaftes Teil getauscht wird, ist so 'ne Aprilia-Macke. Ein Kulanz-Antrag würde "zu 110%" abgelehnt werden, sagt der Händler. Ich bin eh aus der Garantie raus, und so ist das halt, wenn man keinen Japaner fährt. Die Garantieverlängerung hätte etwas das gleiche gekostet, plus die Mehrkosten für den 30000 km Service beim Aprilia-Händler. Nachdem ich von einem Motorschaden wegen Steuerkettenspanner gehört habe, nehme ich aber lieber die 450 Euro in Kauf.
Übersehen wurde ein abgebrochener Schraubenkopf an meinem Topcaseträger. Davon geht die Welt nicht unter, das Gewinde steht ja noch, und zur Seite weg kann er nicht. Das Getriebe geht jetzt besser in den Leerlauf als vorher, also war wohl die Kupplung falsch eingestellt, was jetzt korrigiert wurde.