Beiträge von Sheepy

    (...) von den offiziellen halte ich eher weniger!

    Das geht mir ähnlich, zumindest bei Motorrad / Produkttests gebe ich mittlerweile nur noch wenig auf die großen Zeitschriften. Bei den Ratgebern was Fahrstil und Technik und sowas angeht sind die Berichte aber (meiner Meinung nach) fast immer super.

    Hanging Off sollte man im Straßenverkehr vermeiden.

    Das würde ich so grundsätzlich nicht sagen. Dein Beispiel mit Gegenverkehr auf der Landstraße passt durchaus, aber es gibt halt auch Situationen im Straßenverkehr in denen hanging-off sehr hilfreich sein kann. Ich nutze das z.b. bei nassen & rutschigen Straßen ganz regelmäßig, weil sich damit die auf den Reifen wirkende Seitenführungskraft reduzieren lässt - heißt ich hänge mich halb neben die Maschine um eine leichte Kurve ohne jede Schräglage des Motorrads durchfahren zu können. Das hat mir im Winter auf vereister Straße schon oft den Allerwertesten gerettet. Sieht von außen natürlich extrem merkwürdig aus, aber das interessiert mich zum Glück nicht =).


    Ein Beispiel für eine Kombination beider Techniken ist bei mir das Überfahren von Straßenbahngleisen. Da gehe ich fließend von Drücken in Legen über, so komme ich in relativ stumpfem Winkel über die Gleise, ohne das dabei das Motorrad nennenswert Schräglage bekommt.

    Ansonsten empfehle ich über den Winter Theorie: ein recht gutes Buch ist "die obere Hälfte des Motorrads"

    Das kann ich auch nur empfehlen! Der beste Weg ist immer sich zuerst über die Theorie zu informieren, und erst dann selber auf dem Motorrad zu experimentieren. So lassen sich viele Fehler direkt vermeiden (z.b. zu fester Griff am Lenker, falsche Blickführung, zuviel Körperspannung,usw.) die einem sonst vielleicht garnicht aufgefallen wären :dup.

    Hier ist noch eine Version mit Begrenzer bei 10200/10400 U/Min

    Perfekt, Du musst Hellseher sein - das ist genau die eine Änderung, die ich mir an der Tuningsoftware direkt gewünscht hätte. Mehr Drehzahl brauch ich nicht & das wäre mir ohne große Erfahrungswerte etwas zu riskant, dem Ventiltrieb da so viel mehr zu zutrauen.

    TuneECU zeigt leider nur einen Wert an. Keine Ahnung wie das da umgesetzt wird.

    Bei mir ist dieser Wert in TuneECU auch nicht änderbar. Die Drehzahlgrenze wird als Option zwar angezeigt, ist aber ausgegraut. Mal schauen ob das mit der Tuningsoftware jetzt auch in TuneECU freigeschaltet ist, oder immer noch gesperrt.

    Kannst du dann mal berichten nach dem Testen?

    Klar, werde ich machen. Dauert aber sicher noch 1-2 Wochen, bis ich dazu kommen werde.

    EDIT: Das wird Dir leider nicht helfen, die Map hier ist nur für die Shiver - die Dorso hat zwar die gleiche ECU, aber eine andere Software, das ist nicht kompatibel soweit mir bekannt.

    Nagel mich bitte nicht darauf fest, ich hatte heute leider keine Damos aufschlüsselung.

    Keine Sorge, das ist hier alles ohne Gewähr - wer glaubt alle Angaben sind garantiert richtig ist dann nachher selber Schuld.

    Euro 3 Lambdaregelungen die ich sonst so gesehen habe, arbeiten nur im Teillastbereich.

    Bei hoher Last wird dann auf die statische Fuel Map gewechselt.

    Die Lambda Map arbeitet nur als Korrektur bzw. Limiter Map.

    Richtig, ich glaube das mit der Limiter Map ist der springende Punkt. Also das die ECU auch im open-loop bei Volllast noch die Lambdasonde überwacht und bei Extremwerten dann trotzdem einschreitet, wahrscheinlich mit Notlauf. Da weiß ich einfach nicht, wie schnell man durch Veränderungen in Limits rein läuft und dann Probleme bekommt. Der Tuner wird sicher auch noch andere Teile der Software geändert haben, da müsste es z.b. eine Tabelle für maximales berechnetes Drehmoment geben, die müsste in der Tuningsoftware auch angepasst sein. Genau in dieses Limit bin ich ja gekommen, als ich die Regen Gas-Map auf eine "Race" Gas-Map geändert hatte - bis 30-40% Gasstellung war das kein Problem, aber sobald ich mehr Gas gegeben habe ging der Motor direkt in die zweithöchste Notlaufstufe - weil Drehmomentlimit überschritten.

    Erstmal vielen Dank für deinen Einsatz :blumen!

    So wie ich das file bekommen habe liegt der Drehzahlbegrenzer bei 10800 U/Min.

    Krass, das ist mehr als ich gedacht hätte.

    Der Zündwinkel ab 45% Drosselklappe und ab 2600 U/Min wurde moderat zwischen 0,5 - 1,5° vorverlegt.

    Macht Sinn, genau diese Veränderung habe ich bei Tuningsoftware erwartet. Wenn man Super Plus tankt sollte man trotz des aggressiveren Zündwinkels weiterhin gleich weit von der Klopfgrenze entfernt sein, würde ich jedenfalls zum sicheren Testen der Software so machen. Und 1,5° ist ja wirklich noch moderat.

    Anhand des WinOLS Vergleichs würde ich hier auf die Lambdaregelung tippen.

    Aber auch hier wurde nur in einem Teilbereich um 1,1 - 3,4% geändert.

    Ah, es gibt also doch Ziel-Lambda Tabellen, super. Schade, dass TuneECU die nicht anzeigt. Da wurde sicher in Richtung fetterer Lambdawert optimiert, Serie müsste der ja recht nah an 1 liegen, für optimale Leistung dürfte eher 0,97 gut sein. Deswegen haben die auch die Einspritzwerte nicht geändert, das läuft direkt über die Lambda Tabellen, cool.


    Schickst Du mir bitte das Passwort per PN zu, ich würde die Software mal testen wollen.

    Nochmal vielen Dank :heil:bier

    Hut ab, Du steckst da ordentlich Arbeit rein. Allerdings, nur um für Dein Moped die Teile zu basteln, oder willst Du in "Serie" gehen?

    Danke! Erstmal baue ich für mich, zum lernen und herausfinden womit welche Qualität machbar ist. Sollte das richtig gut werden, könnte ich es mir schon vorstellen Kleinserien zu bauen, auch um die Entwicklungskosten für noch schickeres zu decken. Ich denke da an Carbon-Kevlar Verbünde oder Spread-Tow Gewebe bzw. Design-Gewebe. Kevlar bzw. Aramid Gewebe wären am Motorrad sowieso besser, weil extrem bruchsicher - keine Ahnung warum es das nicht so zu kaufen gibt.

    Etwa 60% Gewichtsvorteil klingt zwar gut, aber gerechnet auf den Gewichtsanteil der Kunststoffteile am Fahrzeuggesamtgewicht dürfte das nicht gerade übermäßig etwas bringen, sprich Aufwand zu Nutzen.

    Jupp, völlig richtig - die Gewichtsersparnis ist lächerlich, das ist eher ein Nebeneffekt. Für mich steht die Optik im Vordergrund.


    Wenn's Dir nur um die Optik geht, was hälst Du von Carbon Folie?

    Ihhhh-git! Ich hasse Folie und mit Carbon "veredelte" Sachen. Das sieht in meinen Augen alles pott hässlich aus, nein danke =)

    Hallo ans Forum :wink,

    hier mein neuestes Projekt, Kohlefaserverkleidungsteile aus eigener Produktion.


    Ich bin schon lange von dem Werkstoff fasziniert und wollte den Produktionsprozess selber mal durchlaufen. Es gibt ja durchaus einige Anbieter für Teile unserer Shiver, aber irgendwie sagen die mir alle nicht zu. Entweder ist das halbe Teil aus Glasfaser und trotzdem teuer, oder es ist komplett Kohlefaser und dann richtig teuer - und trotzdem ist die Qualität nicht perfekt, oder die Fotos sind so miese Auflösung, dass man die Qualität kaum erkennen kann. Da kam die Idee, so schwer kann das doch nicht sein =), ich bau selber was.



    Teil 1 - Erste Versuche im Formenbau

    Für den ersten Versuch hab ich die Zündschlossabdeckung her genommen, sah von der Form nicht zu kompliziert aus und ist relativ klein, da ist der Materialverlust bei den fast unvermeidlichen Fehlern und Problemen nicht ganz so groß. Ich hab für den Formenbau eine Anleitung von meinem regionalem Zulieferer genutzt und versucht mich so weit wie möglich daran zu halten. Los ging es mit Abkleben der Abdeckung um grob die Fläche für den Zuschnitt zu wissen:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Danach muss eine Unterkonstruktion hergestellt werden und alle Kanten verlängert werden. Alle Löcher müssen geschlossen sein und die Oberfläche vom Teil mehrfach gewachst und poliert:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Damit waren die meisten Vorbereitungen abgeschlossen, jetzt kommt der Trennlack drauf und danach die erste Schicht Kunstharz (mit blauem Pigment):


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Zeit für Glasfasergelege. Und genau hier ging dann alles schief :headshake, mit Ende der Verarbeitungszeit vom Kunstharz setzte Panik ein und es kam Luft ins Gelege, dann brach auch noch der Heißkleber am Zündschlossloch und damit war die ganze Arbeit Grütze =). Mit Glück konnte ich die Abdeckung noch aus der Form rausschneiden und halbwegs unbeschadet retten:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Das waren dann ca. 30 € Lehrgeld und ein kompletter Wochenendtag für die Tonne :-/. Egal, am nächsten Tag gleich ein weiterer Versuch, das Schlüsselloch mit reichlich Heißkleber dicht gemacht, das Kunstharz in einer kleinen selbstgebastelten 'Unterdruckkammer' entlüftet und etwas sauberer gearbeitet:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Das hat dann halbwegs funktioniert. Mir ging zwischendurch die Glasfaser aus, deswegen ist die Form mit ein paar Kohlefaserschnipseln leicht verstärkt:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Hübsch ist natürlich was anderes, aber nutzbar sollte die Form sein :dance. Das blaue Zeug auf der Abdeckung ist der Trennlack, ist wasserlöslich und einfach abwaschbar, Spuren oder Schäden hat der zweite Anlauf an der Abdeckung nicht verursacht :dup.



    Teil 2 - Kohlefaserlaminat im wet-layup Verfahren mit Härtung unter Vakuum

    Für das erste Laminat habe ich mangels ordentlicher Vakuumpumpe nass handlaminiert und das ganze dann unter 'Vakuum' härten lassen. Hier habe ich noch die größten Chancen auf eine gute Oberfläche gesehen, das stellte sich später als Trugschluss raus - enge Radien per Hand sauber zu laminieren ist wirklich schwierig und bietet viele Gelegenheiten für Fehler. Mit einer ordentlichen Pumpe und ggf. Harz-Infusion statt nass Handlaminieren wären die folgenden Probleme alle zu verhindern gewesen:


    3 Lagen 200g/m² Körperbindung 2x2, ergibt ~1 mm Materialstärke. Damit ist das Teil steifer & stabiler als das Original (bei 50% der Dicke und 35-45% des Gewichts). Vakuumsack war leider nicht 100% dicht und hat einige Probleme verursacht. Die Rückseite im dritten Bild ist zusätzlich vom Abreißgewebe gemustert:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Jetzt kommen Detailfotos von den einzelnen Oberflächenschäden. Die ersten zwei Bilder sind der schlimme Teil, da ist das Gewebe delaminiert und hat riesige Luftlöcher hinterlassen, das ist nicht zu retten. Die kleinen Löcher in der Oberfläche im dritten Bild sind notfalls zu retten, sollten mit gutem Vakuum aber nicht mehr auftreten:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Als Versuch habe ich das Teil mit einer weiteren Schicht Kunstharz überzogen und nochmal angeschliffen, um zu sehen welche Schäden verschwinden:


    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Wie man sieht sind viele der kleinen Schäden kaum noch zu erkennen. Mit mehr Aufwand beim Schleifen wären die meisten Problemstellen komplett verschwunden. Jetzt ist erstmal Pause, die nächsten Versuche werden wahrscheinlich mit Vakuum-Infusion statt finden, dazu brauche ich aber einiges an neuer Hardware.


    Wie man sieht ist der Spaß ziemlich aufwändig und alles andere als einfach =). Falls hier Leute mit Erfahrung im Bereich Faserverbundstoffe mitlesen: Immer her mit Kritik, Vorschlägen & Hinweisen :dup, für mich ist die Hauptsache das Lernen und Experimentieren mit dem modernem Werkstoff :wink.

    Kann einer von Euch damit was anfangen?

    Ja, von den Symptomen her passt das zu einem Ausfall den ein Kollege bei einer gemeinsamen Ausfahrt hatte. Erst Urgent Service, dann zusätzlich Notlauf mit erhöhter Leerlaufdrehzahl (Gasbefehle werden nicht mehr angenommen) und damit war die Fahrt beendet. War dann der hintere Ansaugrohrdrucksensor.


    Zur Diagnose würde ich die beiden Drucksensoren untereinander tauschen, wenn der Fehler dann mit auf den vorderen Zylinder wandert, ist es definitiv der Drucksensor. Kostet 35€ beim Wendel, ist also nicht die Welt.


    Zitat von Shiverina


    Hätte das löschen des Fehlerspeichers am Tacho das eventuell beseitigen können?

    Nein, das Löschen vom Fehlerspeicher am Tacho löscht nur die da gespeicherten Fehlerwerte, das löscht nicht die Fehlerspeicher der ECU und ändert damit soweit mir bekannt garnichts, das hilft nur festzustellen ob Fehler persistent oder intermittierend sind.

    welches Guzzi Motorrad ist den für die

    Mana 850 kompatibel?

    Gute Frage. In meinen Listen steht die Mana mit der IAW 5AM Ecu. Bei Moto Guzzi steht bei der Breva (750,850,1100,1200) IAW 59M/5AM - keine Ahnung ob das 59M oder 5AM heißt, oder ob 59M/5AM eine eigene Ecu ist - probiers einfach aus. Ansonsten IAWDiag benutzen, da gibt es vier 5AM Varianten zur Auswahl (PF09, PF3C, PF1C & PF2C) - eventuell funktioniert eine davon mit der Mana. Viel Erfolg :wink

    naja, meine Frage ist, ob weniger Windgeräusche automatisch auch weniger Motorgeräusche mit sich bringen?!

    Grundsätzlich: Ja.

    Die Windgeräusche sind technisch gesehen rosa Rauschen (über alle Frequenzen), wenn man die wegdämpfen will geht das eben nur über das gesamte Spektrum und damit wird das Motorgeräusch ebenfalls leiser. Theoretisch kann man natürlich steuern, welche Frequenzen man dämpft,

    zumindest im Tonstudio oder Heimkino oder so - in einem Helm ist der Platz und die Materialauswahl (Gewicht..) aber natürlich stark begrenzt, da ist das schwieriger bishin zu nicht möglich. Und selbst wenn, würde der 0815 Helm eher hohe Frequenzen durch lassen und Niedrige dämpfen - funktioniert für den 4-Zylinder super, mit 2-Zylinder ist das dann plötzlich falsch rum.


    EDIT: Anders sieht das aus, wenn der neue Helm einfach viel mehr Windgeräusche erzeugt, weil aerodynamisch ungünstig bzw. mit irgendwelchen komischen Anbauten, Lufthutzen oder sowas ausgestattet. Ich hatte früher mal so einen Helm, mit zwei großen Lufthutzen drauf. Auf der 125er mit maximal 110km/h war das kein Problem, auf die 600er mit 230km/h+ gewechselt fiel ich vom Glauben ab, der Helm hat unfassbar viel Windgeräusch erzeugt. Lufthutzen runter gerissen und plötzlich was das Ding leise. Hab dann was besseres gekauft..

    Zitat

    Weiß jemand ob man die Schrauben bekommt, außer ausm Baumarkt?

    Von Aprilia scheinbar nicht, ich hab gerad mal Handbuch, Werkstatthandbuch und Teilekatalog durchgeschaut - nirgends sind die Schrauben einzeln gelistet - auch keine Info zu Größe / Länge / Gewinde. Im Teilekatalog ist bei der Bremse der Deckel mit samt Dichtung und Schrauben als eine Position dargestellt, könnte also sein dass Du die Schrauben zusammen mit dem Deckel bekommst. Einzeln vielleicht auch vom Händler, meine erste Anlaufstelle wäre da der Wendel in Berlin - da wurde mir telefonisch bislang immer super geholfen.


    Fest sind die Schrauben der Deckel bei mir auch immer, oft hilft ein Schlag vom Hammer auf den Schraubendreher in die Schraube - das löst die oxidierte Schicht im Gewinde und dann klappts auch ohne den Schraubenkopf rund zu drehen. Meistens =). Viel Erfolg :wink

    Das sollte nur beim Löschen des Fehlerspeichers der ECU am Diagnosestecker passieren - selber getestet hab ich das zwar noch nicht, aber soweit mir bekannt sind Bordcomputer und Motorsteuerung separate Systeme mit eigenen Fehlerspeichern.

    Der Haendler hat gesagt, dass das Motorrad sich aendern wird aber wie genau konnte oder wollte er mir nicht sagen.

    Habt Ihr eine Meinung dazu?

    Das ist soweit durchaus richtig. Die Motorsteuerung lernt bestimmte Werte während der Fahrt und korrigiert bei Bedarf nach (um auf Lambda 1 zu kommen, bei Teillast), diese angelernten Werte werden in sogenannten Trim-Tabellen gespeichert und bei der nächsten Fahrt als neuer Startpunkt genommen. Je nach dem wie viel Anpassung notwendig ist (soweit mir bekannt sollte die ECU bis zu 25% Anpassung der Spritmenge können) kann das schon ein paar hundert Kilometer dauern.


    Bei der Inspektion wird (vermutlich) kein neues Mapping eingespielt, das heißt die gefühlte Änderung kommt wahrscheinlich vom Löschen der Trim-Tabellen, das passiert beim Löschen des Fehlerspeichers automatisch - ist normal.

    baertram13 :


    Der IC ist ein TLE4242G, den gibt es für ein paar Euro bei Ebay oder ein paar Cent bei aliexpress - könnte reparabel sein. Hast Du die LEDs mal mit Multimeter im Diodentest ausprobiert? Wenn die noch i.O. sind würde sich eine Reparatur ja durchaus lohnen...

    ciclista :

    Für die Messung vom Ölverbrauch mag das o.k. sein, ja. Aber nicht für die Messung vom Füllstand. In deinem Foto mit frischem Öl sieht man einen Füllstand ca. 0,5cm unter Maximum - mit kaltem Motor. Mit warmem Motor hast Du also wahrscheinlich zu viel Öl drin gehabt. Zu viel Öl kann richtig böse enden (Kurbelwelle schlägt das Öl zu Schaum, der wird angesaugt -> Öldruck bricht plötzlich & katastrophal zusammen!), ein paar hundert Mililiter werden dafür nicht reichen, aber riskieren sollte man sowas natürlich nicht - siehe Hinweis im Handbuch. Ich hab schon Motorräder gesehen (zugegeben eine kleine 125er), da ist das zu viele Öl über die Kurbelwellenentlüftung in den Luftfilterkasten gepumpt worden...


    MegaLagu : Handbuch nicht gelesen :iiiih? Das scheinen hier viele unterlassen zu haben. Ich hab das zwei Mal komplett durchgelesen noch bevor ich meine Shiver gekauft habe! Ok, ich mag Handbucher & Anleitungen und so, aber trotzdem gilt für viele hier der Leitsatz:


    RTFM! Read the fuckin Manual! Lest das Handbuch!

    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

    igel : Man eh, das Handbuch Zitieren ist mein Job hier 8o, warst aber auch schnell :heil


    ciclista : Du misst Mist. Halt Dich ans Handbuch:

    Zitat

    WIRD DIE ÖLSTANDKONTROLLE BEI KALTEM MOTOR AUSGEFÜHRT, KÖNNTE DAS ÖL VORLÄUFIG UNTER DEM ''MIN''-NIVEAU SINKEN.

    Ich kenne nur das neue Mapping und deswegen jetzt zu meiner Frage: Blubbert die Maschine mit dem alten Mapping auch ähnlich? Bin am Überlegen das mit Tune ECU zu ändern.

    Ja, das ist mit dem alten Mapping ohne den späten Zündzeitpunkt auch so, da hat sich durch das Update (subjektiv) nichts verändert. In welche Richtung (mehr/weniger) willst Du mit dem Blubbern?

    Jetzt fehlt nur noch ein Map mit etwas mehr Bums, bzw etwas gleichmäsigeren Drehmomentkurve finde ich. Ich bin sehr gespannt was du da noch hinzauberst;o):jop

    Drehmoment gleichmäßiger wird schwierig, das ist doch Original schon extrem linear - es sei denn Du meinst das Gasmapping, das ist leicht & schnell linearer geschrieben. Im Moment passiert nix, weil Wartungsstau und Geldmangel - ich denke frühstens Anfang Winter werde ich auf einen Prüfstand kommen und weiter berichten können.:wink

    Das bezweifle ich, keine Ahnung ob es da schon Urteile im Motorradbereich gibt, aber soweit mir bekannt haben diverse Autobesitzer jeweils vor Gericht verloren. Da hieß es dann bis zu 1l Öl auf 1000 km kann schon sein. :wand

    Es ist leider genau wie Du sagst, Recht haben und Recht bekommen :headshake... es gibt aber auch erfolgreiche Klagen:

    Bsp: Audi 2009 2.0 l TFSI -> Betriebsanleitung: „Abhängig von der Fahrweise und den Einsatzbedingungen kann der Ölverbrauch bis zu 0,5 l/1.000 km betragen. In den ersten 5.000 km kann der Verbrauch darüber liegen.“

    Genau das Auto (A3 8P 2.0TFSI quattro) hat ein Bekannter, hab die 10 Jahre & 180Tkm Servicehistorie miterlebt und es ist erschreckend. Da wird an der Haldex kein Ölfilter gewechselt & behauptet den gibt's nicht (Haldex sagt gibt's, musste wechseln!) - ergo Haldex kaputt nach 80Tkm. Klage, gewonnen, repariert.


    Das Problem mit den Ölabstreifringen hatte der Motor auch, da lagen immer mehrere Ölkanister im Auto - Langstrecke = Nachfüllen. Audi wollte das nicht beheben, erledigte sich aber von selbst da der Motor bei 140Tkm trotzdem auseinandergeflogen ist, mit Klage gedroht - Audi hat gezahlt und einen neuen Motor eingebaut. Ich halte von VAG auch wegen dem Auto schon lange Abstand & der Bekannte hat großes Glück, er ist Anwalt :-/...

    Aber auch ich bin natürlich der Meinung, dass ein solcher Ölverbrauch (hoffentlich nicht Ölverlust, sonst müsste das Öl ja irgendwo sichtbar sein) nicht normal ist. Versteht mich nicht falsch, versuchen zu reklamieren würde ich auch.

    Solange man in Garantie oder gar Gewährleistung ist würde ich mindestens reklamieren, schlimmstenfalls sogar versuchen vom Kauf zurückzutreten, allein schon wegen möglicher Folgeschäden. Ich drück den Betroffenen die Daumen :bye...