Ich weiß, kostet mich aber ADAC...
Pannendienste und Co. - Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen
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Erasmuss -
22. September 2026 um 13:35 -
Unerledigt
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sollte man sich trotzdem überlegen...
Ein Kollege von mir ist vor zwei Jahren in Neapel übel abgeschossen worden... Erstversorgung natürlich vor Ort - aber 48 Stunden später lag er dank ADAC im Unfallkrankenhaus Boberg in Hamburg und 10Tage später wurde sein Möpi bei seinem Händler in Hamburg angeliefert...
Alle angefallenen Kosten waren über die ADAC Mitgliedschaft abgedeckt.
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Dann ist das sehr gut gelaufen. Leider gibt es mittlerweile mehrfach genau gegensätzliche Erfahrungen. Ewige Warteschleifen, inkompetente Hotline Mitarbeiter, Rücktransporte die über 6 Wochen brauchen (EU!)
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Ich bin Plus Mitglied seit vielen Jahren 😉
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Ich bin seit Mai 1976 ADAC Mitglied. Persönlich habe ich den ADAC erst 1x !! gebraucht (Spannungsregler meiner Duc 848) Allerdings sind schon einige von mir gerettet worden. Erst letztes Jahr ein Freund der seine KTM am Gardasee die Leitplanke gezeigt hat. Also auch wenn ich das unbedingt brauche, anderen kann ich aber damit helfen.

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Es ist wie bei jeder Versicherung: das Beste ist, man braucht sie nie.
Für mich ist der ADAC eine Beruhigung! Ich kann jederzeit irgendwo in Europa eine Panne haben und weiß wen ich anrufe.
Meine Jungs haben den ADAC im Gegensatz zu mir schon genutzt: Starthilfe beim Motorrad unterwegs und liegen gebliebenes Auto in Kroatien im Urlaub abgeschleppt. Da kommt dann jmd den der ADAC geschickt hat und der einen vermutlich nicht über den Tisch ziehen wird. Und der dich in eine seriöse Werkstatt bringt. So war es jedenfalls in Kroatien.
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Ich bin seit bald 40 Jahren beim ACE und gottfroh, dass ich die Kollegen habe. Der ACE hat mir schon oft geholfen.
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Meine Erfahrung mit dem ADAC:
Seit 40 Jahren bin ich ADAC Plus Mitglied und habe den ADAC in dieser Zeit gerade mal 3x gebraucht. Alles im Umkreis von 100 km vom Heimatort. Zweimal streikte das Auto, einmal mit platten Hinterreifen beim Motorrad, im Ausland nie gebraucht.
Am 23.05.2026 bin ich mit einem Freund, Auto, Anhänger und zwei Motorrädern 1 Woche nach Südfrankreich in das Gebiet zwischen Montpellier und südliche Ardeche gefahren.
Am Dienstag, 26.05.2026 gegen 17:00 Uhr war es dann so weit, in Südfrankreich ca. 20 km nördlich von Montpellier und 80 km von unserer Unterkunft entfernt war mein Ford Kuga defekt. Durch einen defekten Schlauch war das ganze Kühlwasser weg.
Mit dem Handy die ADAC-Auslandshotline angerufen und mit einer KI verbunden. Land eingegeben, Mitgliedsnummer und Geburtstag. Grund gewählt: Panne. Danach den Standort eingegeben, Landstraße D48 und 20 km nördlich von Montpellier in der Höhe von der Ortschaft Teyran. Einen Straßennamen oder Hausnummer gab es nicht, da wir mitten auf einer Landstraße standen.
Nach ca. 1 Stunde bekam ich eine SMS, wir konnten ihren Standort nicht ermitteln.
Gegen 18:00 Uhr also das ganz Prozedere mit der KI von vorne, nur der Grund geändert: Wegen einer schon gemeldeten Panne. Dort kann man am Ende der ganzen Eingabe auf einen Anrufbeantworter sprechen.Den Standort wie oben drauf gesprochen und die Ansage bekommen: Vielen Dank für ihre Nachricht und Ende, mehr nicht. Um 19:00 Uhr bekam ich eine SMS mit der Info: Wir haben den Standort ermittelt und schicken einen Abschleppwagen.
Da um 21:00 Uhr, 4 Stunden nach der Panne und mittlerweile Dunkel geworden, nochmals angerufen. Wieder das ganze Prozedere mit der KI von vorne. Auf den Anrufbeantworter gesprochen, ob noch einer kommt oder wir die 80 km zur Unterkunft mitten in der Nacht zu Fuß laufen müssen?
Nach weiteren 30 Minuten kam ein Rückruf und das erste Mal einen persönlichen Ansprechpartner am Telefon mit der Info: Es kommt auf jeden Fall noch ein Abschleppwagen, Uhrzeit unbekannt, die haben viel zu tun.
Um 22:30 Uhr wurden wir und der Kuga mit dem Abschlepper nach Montpellier gebracht und von Betriebshof des Abschleppers ein Taxi bestellt. So waren wir um 24:00 Uhr und 7 Stunden nach der Panne, 270 € leichter für das Taxi, wieder in unserer Unterkunft.
Mittwoch, 27.05.2026 keine Info vom ADAC wie es weitergeht.
Donnerstag, 28.05.2026 bekam ich eine SMS, das in Sete ca. 130 km von unserer Unterkunft entfernt, der Kuga in einer freien Werkstatt steht. Ich sollte mich ab jetzt um den Kuga selber kümmern. Da war ich doch etwas Verwirrt und erstaunt, dass damit für den ADAC das Thema anscheinend erledigt war.
Freitag, 29.05.2026 mit den Motorrädern eine Tour nach Sete gemacht. Mit Google-Übersetzter herausbekommen, dass ein Schlau zum Kühler defekt ist und das Ersatzteil erst am Dienstag oder Mittwoch da ist und der Kuga frühstens am Donnerstag, 04.06.2026 fertig ist. Also nicht mehr in dem Zeitraum unseres Urlaubs.
Nach der Rückkehr in die Unterkunft wieder das Prozedere mit der ADAC-Auslandshotline (kotz). Auf das Band gelabert, wir benötigen einen Leihwagen mit Anhängerkupplung und der Kuga soll ohne Reparatur zurück nach Deutschland gebracht werden.
Rückruf vom ADAC nach ca. 1 Stunde: Der Servicepartner des ADAC ist Europcar und die haben keine Leihwagen mit Anhängerkupplung. Der Anhänger war bei der Panne nicht am Auto und ist nicht defekt, deshalb gehe der Anhänger dem ADAC nicht an, also mein Problem. Den Kuga soll ich nach erfolgter Reparatur doch in Südfrankreich abholen gehen. Der ADAC übernimmt die Bahnkosten von Köln über Paris nach Montpellier. Ich: Das mache ich nicht, laut ADAC Plus Vertrag ist ein Auto zurückzuführen, wenn es nicht innerhalb von 4 Werktagen zu reparieren ist. Außerdem wer übernimmt die Übernachtungskosten in Montpellier nach 12 Stunden Bahnfahrt? Am 2. Tag das Taxi 30 km nach Sete? Dann 130 km zur Unterkunft den Anhänger holen. Dann ist mindestens Mittag oder später, also noch mal Übernachten. Wer zahlt das alles? Der ADAC nicht, der ADAC zahlt nur die Bahnfahrt sonst nichts. Nah Super!OK sagte ich, wir werden mit den Motorrädern die Heimreise antreten (Samstag/Sonntag, 30. und 31.05.2026) und in Deutschland nehme ich mir einen Anwalt und Verklage den ADAC auf unterlassen Hilfeleistung und Vertragsbruch. Damit war das Gespräch beendet.
Montag, 01.06.2026 gegen 09:00 Uhr rief ADAC Frankreich an: Wir haben mit der Werkstatt gesprochen und können ihnen mitteilen, dass wir ihr Fahrzeug mit einem Sammeltransponder nach Deutschland bringen werden, unter der Voraussetzung das der Wert des Fahrzeugs die Transportkosten übersteig. Wenn nicht, können wir das Fahrzeug nur noch auf ihre Kosten verschrotten. Und was ist mit dem Anhänger? Das gehört nicht zu den Aufgaben des ADAC. Gott sei Dank ist der Kuga noch ca. 12.000 € wert und kam zurück nach Deutschland.
Nach einer ganz bösen Beschwerde-E-Mail an den ADAC kam ich eine Antwort-E-Mail mit einer Entschuldigung und der Übernahme der Taxikosten, sowie die Spritkosten und Übernachtungskosten für die Rückreise, ca. 450 €.
Meine Frau und ich haben im September 2026 unseren Sommerurlaub in Südfrankreich gemacht und auf der Rückreise den Anhänger nach Hause geholt.
Auf einen Hinweis meines Freundes habe ich meine Kfz-Versicherung um ein Angebot für den gleichen Versicherungsschutz wie beim ADAC-Plus-Schutzbrief gebeten. 38 € im Jahr für 2 Autos und Motorrad, leider ist auch da der Anhänger nicht mitversichert.
Dem ADAC habe ich nach unserer Rückkehr aus Südfrankreich nach 40 Jahren gekündigt. Nach 40 Jahren hätte ich mir einen besseren Service vom ADAC gewünscht. Das im Ausland die Kommunikation mit dem ADAC zu 95 % aus KI besteht, ist nicht sinnvoll. Gerade in fremden Ländern ist ein persönlicher Kontakt nicht nur wünschenswert, sondern erforderlich. -
Gerade in fremden Ländern ist ein persönlicher Kontakt nicht nur wünschenswert, sondern erforderlich.
Richtig, als ich in Italien den Mann vom TCS (ADAC) fragte, ob es den niemanden gebe, der Italienisch
spreche, ging es plötzlich schnell. 1000 Franken für eine Taxi Fahrt von Bergamo nach Hause musste
ich vorstrecken, Natürlich durfte ich für die Rückerstattung streiten.Übrigens lohnt es sich auch hier, ab und zu das Kleingedruckte zu lesen. Irgendwann habe ich festgestellt
dass meine Frau nicht mehr versichert ist, obwohl wir vorher als Haushalt versichert waren.Jetzt sind wir bei meiner Haftpflicht Versicherung wieder mit Pannendienst Haushalt und es funktioniert.
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Meine Erfahrungen....
Genau so, diese Geschichten und Erfahrungen nehmen zu.
Das liest sich alles ganz toll im Prospekt, ist aber graue Theorie. Die Praxis sieht zunehmend ganz anders aus.
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Hochinteressant diese Pannendienst-Geschichten, sollten wir vielleicht einen eigenen Thread aufmachen dazu....
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Ich habe bei unseren Fahrzeugen jeweils den Schutzbrief in der Versicherung inkludiert, diesen bislang aber nicht benötigt. Wie heißt es, haben ist besser als brauchen. Ob und wie das im Ernstfall funktioniert

Mein Sohn hatte eine ADAC Reiseversicherung. Nachdem er sich auf Indonesien das Schlüsselbein gebrochen hat, haben die ihn in 48 Stunden nach D gebracht. Das funktionierte sehr gut.
ADAC geht aus persönlichen Gründen nicht. Habe mal 3 Jahre bei einem Abschleppdienst gearbeitet, also bei denen, die mit den großen gelben Autos die Liegengebliebenen einsammeln und zur Werkstatt oder nach Hause bringen. Nannte sich Vertragspartner des ADAC. Von Partnerschaft ist da aber keine Rede, eher von Knechtschaft und Ausbeutung. Insofern geht dieser Verein bei mir nicht.
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Bei meinen französischen Verträgen ist immer Mondial Assistance drin. Kostet 30€/Jahr. Bin mit dem Auto in Deutschland liegen geblieben, angerufen direkt mit einer Person gesprochen. Die hat dann den Schlepper bestellt und zurückgerufen, dass der Abschlepper wegen eines anderen Unfalls ca 1h braucht. Der kam dann auch und hat das Auto in die französische Werkstatt gebracht und uns zu Hause abgesetzt. Habe ich jetzt auch fürs Motorrad nachdem ich mir einen Torx-Schlüssel mit dem Hinterreifen eingefangen hatte.
Das war allerdings bevor alle auf diesen KI - Irrsinn aufgesprungen sind um Leute rauszuschmeißen. (Ich arbeite in KI)
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Als ich im Sommer mit meiner Shiver liegengeblieben bin, habe ich beim ACE gleich einen richtigen Menschen am Telefon gehabt.
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Zeit für einen eigenen Thread... dieser heißt ja nicht "Was hast du heute mit deinem Pannendienst erlebt"

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Ich hatte ja mal die rechtliche Lage in Mit Anhänger durch Frankreich aufgedröselt. Wenn es viele Unfälle mit Anhängern auf Autobahnen geben würde, dann hätte der frz Gesetzgeber schon reagiert. Gilt aber nur bis 750kg. Darüber ist 90! (Viele Wohnwagen missachten das und liegen dann im Graben) Sind also die deutschen Hängerbeschränkungen überbordende Bürokratie? Man könnte dieser Meinung sein. In Frankreich ist der Hänger bis 500kg mit dem Zugfahrzeug mitversichert und trägt das Nummernschild des Zugfahrzeugs. (Art. R322-Code de la Route).
Gleiches gilt auch für den Motorrad-Tuff. Den gab es in Frankreich bis vor 2 Jahren nicht. Der wurde aus Brüssel gegen die französische Regierung (und die FFMC) durchgesetzt. Die FFMC hatte argumentiert, dass es fast keine Unfälle wegen technischer Defekte beim Motorrädern gibt. Die Regierung hat nachgeschaut und denen Recht gegeben. Aber die deutschen Prüfunternehmen hatten sich in Brüssel durchgesetzt. Das ist also reine Geldmacherei.
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Ist mir so ähnlich mit meinen Akras an der KTM ergangen.
Erst waren sie zugelassen, weil EU konform. Dann hat einer
bemerkt, dass im Original ein U Kat drin war. Also hat die
EU die Freigabe widerrufen. U-Kat nachrüsten geht nicht,
weil der auf der Original Freigabe fehlte . . . -
Dazu hatte ich vor längerem anderswo schon was geschrieben, dass kann ich ja hier rüber kopieren, zum Glück kam seitdem nichts mehr dazu
Ich habe für jedes Fahrzeug einen Schutzbrief. Das ist günstiger als Automobilclub, bei vergleichbaren Leistungen (innerhalb Europas).Ich hatte 2013 mit einem Freund gemeinsam je einen platten Hinterreifen in Frankreich, in einer sehr abgelegenen Region. Wir standen in den Cevennen ab etwa 15 Uhr auf einer asphaltierten Nebenstrecke und es kam ordentlich Regen runter. Sehr nervig war, dass man seinen Standort schlecht beschreiben kann, dass der Handyempfang sehr lückenhaft war, und dass letztlich am gleichen Tag kein Pannenhelfer mehr kam. Nachdem wir vergeblich gewartet haben und in der Zeit viele hilfsbereite Autofahrer dankend weggeschickt haben wurde es dann dunkel und einsam. Wir sind dann auf platten Reifen gefahren, bis wir nach 3 km zu einem bewohnten Haus gekommen sind und dem Bewohner unsere Lage schildern konnten. Der war sehr hilfsbereit hat unsere Motorräder bei sich untergestellt und uns im Auto zum nächsten Hotel gefahren, wo wir sogar noch Abendessen bekommen haben. Am nächsten Morgen hat der Abschlepper die Motorräder und uns (ebenfalls auf der Ladefläche) zu einer Motorradwerkstatt gebracht, die erst 3 Stunden später geöffnet hat, und wo 1 Reifen repariert und 1 Reifen geflickt wurde. Der Urlaub wurde fortgesetzt und der Schutzbrief hat den Abschlepper bezahlt. Ohne Schutzbrief mit Hilfe der Anwohner wäre es ähnlich ausgegangen, aber vielleicht mit ein paar Stunden weniger im Regen.
Mehr Details im Reisebericht: https://www.versysforum.de/viewtopic.php?p=168877#p1688772018 in Frankreich war ich solo unterwegs und hatte recht plötzlich Leistungsverlust an der Versys 650. Habe mir eine schattige Stelle zum anhalten gesucht und bekam das Motorrad dann nicht mehr an. Schutzbrief aktiviert, 4 Stunden gewartet, die völlig überfüllte Kawasaki Werkstatt in Nizza hat mich dazwischen geschoben und am nächsten Morgen die Diagnose "Benzinpumpe" gestellt. Leider hatten sie keinen Ersatz und wollten/konnten auch nichts improvisieren (so spezifisch ist eine Benzinpumpe mit 12 V jetzt nicht, hauptsächlich Durchmesser der Schlauchanschlüsse). Da hätte ich vielleicht noch selbst etwas organisieren können mit einem interessierten Schrauber vor Ort, aber ich war eh ziemlich am Ende einer längeren Reise, und so bin dann mit dem nächsten Flieger gestiegen und war 17 Uhr zu Hause. Der Schutzbrief hat Abschlepper, Hotelübernachtung, meinen Heimflug, die Rückholung des Motorrads und den Großteil der Taxikosten ersetzt.
Mehr Details im Reisebericht: https://www.versysforum.de/viewtopic.php?p=225612#p225612In Teneriffa hatte ich mal falsch getankt und statt das Problem mit einem Schlauch irgendwohin selbst zu lösen habe ich den Schutzbrief des Motorradvermieters bemüht und mich dumm gestellt, statt mich selbst zu kümmern. Das hat dann etwa 4h gedauert bis ich auf dem nächsten Mietfahrzeug saß.
Mitfahrer Jax hatte mal einen platten Hinterreifen im ländlichen Italien, und das hat ihn auch mit Schutzbrief 2 Nächte und 1,5 Tage gekostet. Der Reifen ließ sich nicht flicken und passender Ersatz war nicht da, außerdem war Wochenende.
Eine gebrochene Lasche an meiner Motorradkette konnte mich an einem Samstagnachmittag in Kärnten zum Glück noch selbst kümmern. Alle Werkstätten abgeklappert, bei einer war immerhin die Putzfrau dort, und die konnte jemanden anrufen, der mir geholfen hat. Mit stundenlanger Warterei vorher hätte ich dort wohl niemanden mehr angetroffen.
Reisebericht dazu https://www.versysforum.de/viewtopic.php?p=139652#p139652Nach einem selbstverschuldeten Motorradunfall 2007 wurde ich per Krankenwagen abtransportiert, und das Motorrad von einem Abschlepper, den die Polizei organisiert hat. Mein Schutzbrief hat die Kosten des Abschleppers übernommen.
Und beim Auto hatte ich mal einen wundersamerweise nicht anspringen wollenden BMW. Der Pannenhelfer hat alles versucht mit kleinem und großen Starthilfegerät und schließlich sogar anschleppen des Autos (gar nicht so einfach in einem zugeparkten Wohngebiet mit einem 7,5 Tonner). Das hat alles nicht funktioniert. Auf die Idee, dass es am Zündschlüssel liegen könnte (Wegfahrsperre), musste ich selbst kommen. Mit dem zweiten Zündschlüssel ging es dann als wäre nie was gewesen.
Mein Eindruck von Schutzbriefen bei Motorradpannen ist, dass die immer einfach einen Abschlepper schicken und sich nicht weiter um Details kümmern, z.B. wohin der wohl am besten fährt, und dass sie das Problem nicht zuvor selbst mit dem Ziel des Abschleppers besprechen (z.B. Reifenhändler abtelefonieren, wer hat einen Reifen in passenden Maßen lagernd?). Man wird zum nächsten Händler gebracht, fertig. Im Ausland waren dabei immer stundenlange Wartezeiten dabei. Die Fahrer der Abschlepper waren technisch grundsätzlich nicht interessiert ("Ich fahre nur den Abschlepper") oder hatten keine Ahnung von Motorrädern, oder ihnen hat niemand gesagt, dass es sich überhaupt um ein Motorrad handelt, und nicht um ein Auto.
Darum versuche ich, mir zunächst selbst zu helfen, und habe auf längeren Touren mehr Werkzeug und auch ein paar Ersatzteile dabei (Seilzüge, Draht, Schrauben, Sicherungen, Kettenschloss, ggfs. bekannte anfällige Teile).
Und mein allgemeiner Eindruck von Schutzbriefen und Automobilclubs ist, dass die Marke wenig wichtig ist, weil zu 95% eh immer der gleiche Pannenhelfer kommt. Die gelben Engel des ADAC sind eigenständige Unternehmer und versorgen auch die anderen Automobilclubs und auch die Schutzbriefe der Versicherungen. Die Schutzbriefe der Versicherungen sind dabei deutlich günstiger als die Clubs. Der Schutzbrief der Versys bei der Itzehoer Versicherung kostet z.B. 7 Euro im Jahr.
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Ausnahmen bestätigen die Regel . . .
Die Ausnahme ist der Abschlepper in Toulouse.
Der kam zu Fuss ums Eck, nur mit einem Booster
im Arm. Satteltaschen weg und schon läuft die
Karre.Der wusste dass die LiFePo Batterien bei grosser
Hitze schnell den Geist aufgeben. Er fährt selbst
eine Multistrada und hat den Link zum Aprilia
Händler auf dem Handy. -
Ich hatte ja im August 2024 von meinem Unfall berichtet (guckst du hier), und damals ebenfalls eine Schutzbriefleistung meines Versicherers in Anspruch genommen:
Das war an einem Sonntag nachmittag. Nach meinem Rutscher in einer Rechtskurve war mein Mopped nicht mehr fahrbereit (u.a. Kühler gerissen und undicht). Also die Notfallnummer des Schutzbriefes angerufen. "Wir schicken einen Abschlepper, die Kosten müssen Sie aber selbst tragen, weil Sie weniger als 50km Luftlinie von zu Hause weg sind." Nach über einer Stunde kam ein kleiner Abschlepper mit 2 Mitarbeitenden, hat mein Mopped hintendrauf geschnallt und hat mich an meine Wohnadresse gebracht, welche 57km Fahrtstrecke vom Unfallort entfernt ist. Musste per EC-Karte 300€ bezahlen.
Zu Hause habe ich mir die aktuellen AGB des Schutzbriefes im Internet runtergeladen und mal genauer angesehen. Mittlerweile hatten Sie den Passus wann die Pannenhilfe wie hilft verändert, von "50km Luftlinie" nach "50 km Wegstrecke" vom Schadenort zum ständigen Wohnsitz. Also stand mir eine kostenlose Hilfe incl. Verbringung nach Hause zu da die Wegstrecke von 57km die Bedingungen erfüllte, die Luftlinie von 32km jedoch nicht. Ich habe die Versicherung angeschrieben ob sie ihre eigenen AGB nicht kennen, musste den Nachweis erbringen dass das Mopped repariert wurde und kein wirtschaftlicher Totalschaden war (habe ich anhand der Ersatzteilrechnungen gemacht, Reparatur erfolgte ja von mir), und schlussendlich die 300€ zurück erhalten.
Merke: Kenne die AGB deiner Versicherung

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