Ich bin ja sehr zufrieden mit meiner 2022er Tuareg. Bisher nur kleine Probleme auf knapp 21.000 Kilometer: eine Dichtung an der Wasserpumpe wurde auf Garantie ausgewechselt, das war´s auch schon. Und eigentlich möchte ich gar kein anderes Motorrad.
Genau die Garantie bereitet mir jetzt aber Kopfzerbrechen. Denn die (Anschluss-)Garantie läuft im September aus. Und eine weitere Verlängerung ist - laut Aprilia - nicht möglich. Eine Car Garantie ist nur über den Händler möglich und kostet angeblich 800 Euro/Jahr. Bei meiner Capo hatte ich auch im sechsten Jahr noch die Car Garantie mit ca. 350 Euro/Jahr.
Also habe ich über einen Neukauf nachgedacht, denn ein so modernes Motorrad ohne Garantie zu fahren, ist aus meiner Sicht immer ein Balanceakt am wirtschaftlichen Totalschaden entlang, wenn wirklich mal was Gravierendes kaputt geht. Und ich will an meiner Tuareg nicht schrauben, sondern fahren. Ich hatte meine ja gebraucht mit nur 300 Kilometern, aber einem ganzen Christbaum an Zubehör gekauft, auf das ich auch nicht mehr verzichten möchte: Motorschutzbügel, Quickshifter, Heizgriffe, Koffer und Topcase, SW-Motech Hand Guards, usw.
Für meine würde ich jetzt maximal 7.500 Euro kriegen. Eine nackte Neue oder Vorführmaschine würde bei ca. 10.000 Euro liegen - ohne den ganzen Firlefanz. Inklusive Zubehör habe ich ein Angebot von 14.200 Euro für eine nahezu komplett ausgestattete. Ich würde also nach knapp drei Jahren (ich habe sie im Sommer 2023 gekauft) gute 7.000 Euro drauflegen, um nachher das gleiche Motorrad zu fahren (die Rally kommt für mich nicht in Frage). Das klingt irgendwie unbefriedigend.
Wie seht Ihr das? Garantie teuer verlängern lassen, weiterfahren mit dem Risiko, nicht mehr abgesichert zu sein - oder sich einfach ganz anders orientieren? Wenn ich nach Händlernähe gehe, fällt Aprilia sowieso raus und da wäre Triumph eher die Marke der Wahl.
Schönen Gruß aus Bingen
Stefan
