Tankvolumen der Tuareg?

Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Der Tank wurde durch meine Werkstatt überprüft und ausgelitert. Es passen tatsächlich nur 14,7 Liter rein. Die Untersuchung mit Kamera ergab von der Herstellung her verschlossene Wangen. Es wird ein neuer Tank 👍

    Gruß Lutze

    Hat Ihre Werkstatt/Vertragshändler die Freigabe von Aprilia/Piaggio bekommen um den Tank zu erneuern?

    Habe heute meine auch bei Händler abgegeben, mal schauen wie die jetzt vorankommen bzw. was Aprilia dem Händler jetzt antworten wird.....

  • Bin gestern nach Erreichen der Reserveanzeige noch 43 km gefahren, dann vorsichtshalber getankt, 17 Liter knapp gingen rein, allerdings der letzte Liter erst nach mehrmaligem Hin- und herneigen des Motorrads. Die Entlüfterbohrung habe ich bereits etwas vergrößert. Dann ist das wohl soweit alles "normal"....

  • Wir haben vor zwei Tagen auch lange keine Tankstelle gefunden (zumindest keine die funktionierte). Waren dann 400 km, davon 45 km mit Reservelampe und in die Tuareg haben genau 16 Liter gepasst.

  • Ja, die Werkstatt hat die Freigabe bekommen.

    Na das freut uns doch alle, wenigstens einer hat jetzt die Freigabe für einen neuen Tank. Hoffentlich ist der auch Fehlerfrei...

    Wissen Sie wie der Händler vorgegangen ist, bzw. wie er das dem Hersteller nachgewiesen hat, dass der Tank das Volumen nicht erreicht? Hat er es endoskopiert und fotografiert?

    Können Sie auch den Händler nennen wo Sie es machen lassen? Sie könnten es vielleicht per private Konversation machen, wenn es hier nicht öffentlich stehen muss....

    Danke für die Hilfe

  • Ich hatte meine Tuareg vor kurzem zur Inspektion bei meinem Händler und wurde vom Werkstattmeister gefragt ob ich Probleme mit zu geringer Füllmenge hätte. Ich hatte ihm erzählt dass das ein Thema im Forum wäre und ich das getestet hätte und bei meiner Tuareg alles passt . Ein Kunde hat das wohl reklamiert, daraufhin wurde der Tank ausgelitert, d.h. der Tank wurde komplett entleert, dazu wurde auch die Benzinpumpe kurz ausgebaut um scheinbar sicher zu stellen dass der Tank auch wirklich leer ist. Anschließend so viel ich weiß voll getankt, Ergebnis war irgendwas um die 17, irgendwas Liter.

  • Ich habe im Rahmen des 10'000er Services dem Mechaniker das Problem des geringeren Tankvolumens erklärt. Er hat daraufhin den Tank auch leergesaugt und wieder befüllt. Seinen Angaben zu Folge gingen 17,3 l in den Tank, die ersten 15,5 l relativ problemlos, die restlichen 2,5l seien aber ein Geduldsspiel und nur durch schütteln, rütteln, wippen und kippen hinein zu bringen. Das ist natürlich unangenehm, aber das Tankvolumen ist bei meiner Maschine demzufolge korrekt. Dank des geringen Verbrauchs hat man aber auch mit einer geringeren Tankfüllung eine ordentliche Reichweite. Anlässlich einer Nordkapp Tour im Juni betrug der Durchschnittsverbrauch meiner Tuareg zwischen 3,8-4l.

  • Das Tankvolumen wird schon die 18Liter betragen, nur wenn eine oder beide der oberen Kammern zum großen Teil verschlossen sind, dann muss das Bike beim betanken lange ordentlich durchgeschüttelt werden..... Nachtanken, links rechts schütteln, wippen/reinfedern, nochmal nachtanken, ne Runde fahren, stark bremsen und beschleunigen oder einen steilen Berg runter fahren, sodass sich die oberen Kammern wieder etwas mit Sprit befüllen bzw. entlüften und nochmal zur Tankstelle fahren. Also solange widerholen bis die 18Liter reingehen. So klappt es auch mit den 18Litern, ne....

  • Die folgenden Bilder sind von der linken oberen Tankkammer, diese hat einen guten Durchgang. Die Durchsicht ist von oben über das Loch des Einfüllstutzens.


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  • Die folgenden Bilder sind von der rechten oberen Tankkammer, diese hat einen schlechten Durchgang, bzw. ist dieser zum großen Teil bis nach oben hin verschlossen. Die Durchsicht ist von oben über das Loch des Einfüllstutzens.


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  • So gut auch die Idee sein mag einen so zerklüfteten Tank um die airbox herum zu basteln und bis tief ins Rahmendreieck hinein reichen zu lassen, um einen idealen Kompromiß zwischen Volumen und Schwerpunktlage hin zu bekommen...

    Wenn die Umsetzung dann durch starke Serienstreuung und mangelnde Enkontrolle so bescheiden ausfällt ist das schon ein Armmutszeugnis für den Hersteller.

    Wenn ich als Kunde dann zu allem Überfluss auch noch selber Ursachenforschung betreiben muss um eine Nachbesserung einzufordern wird's langsam grenzwertig und befeuert zu recht noch das ohnehin schon zweifelhafte Image von Aprilia/Piagio.

    give respect to get respect

    • Offizieller Beitrag

    Qualitätsmanagement: "Wie stelle ich sicher, dass ...."

    Wenn ein fehlerhafter Tuareg-Tank schon einfach durch eine Sichtkontrolle mit blosem Auge in die Einfüllöffnung erkennbar ist, dann ist das Qualitätsmanagement nicht gut aufgestellt. Denn dieser Tank hätte von der Person (Monteur am Band) erst garnicht verbaut werden dürfen. :ditsch

    .

    Glück kann man nicht kaufen - aber ein Motorrad und damit fahren - dann ist man ganz nah dran. :)
    - (über 140.000km (seit Sept. 2011) mit zwei Shiver 750) - seit über 60 tkm mit >MEGAöler = GPS-Kettenöler "the best you can get"

    Vogelsberg
    ...das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. (Wikipedia)

  • Denn dieser Tank hätte von der Person (Monteur am Band) erst garnicht verbaut werden dürfen.

    Dieser Monteur ist sehr oft ein schlecht bezahlter Leiharbeiter, der mit der Weigerung diesen Tank zu verbauen (und die 37 anderen Tanks, die er heute ebenfalls schon als „mangelhaft“ eingestuft hat) seinen Job riskiert.

    Don't eat the yellow snow where the huskies go (Zappa)

  • Und das weisst du genau.
    Komisch:
    ich dachte in Scorzè und Noale wurden Vollzeit eingestellte gut ausgebildete Mitarbeiter:innen werkeln
    die davon ausgehen dass wenn das Teil sie in der Montagestrasse erreicht hat sich als einsatztauglich durch die Qualitätskontrolle geschlagen hätten und ohne Weiteres benutz werden dürften.

  • Heikles Thema...

    Ich mag meine noalischen Diven! Finde die Tua ein ziemlich geiles Bike.
    Leider lebt aprilia nach wie vor mit Vorurteilen - und das bestreben dieses zu ändern ist überschaubar.

    Grundsätzlich bin ich voll bei Davide - manches wird größer gemacht als es womöglich ist. Mücken werden Elefanten oder heutzutage eher zum Brachiosaurus.


    Auf der anderen Seite - grad das Thema mit der Gabel - so ziemlich jede, die mal geöffnet wurde, war wohl fehlerhaft. Sowas kann halt auch ein Sicherheitsrisiko sein.
    Wir haben hier in München eine Gruppe mit fast 800 Leuten - da sind auch einige aprilia (660er rs und tuono) dabei. Und da bleiben Mängel nicht aus. Das größte Problem ist immer der Kampf mit der "Nachbesserung/ Reparatur" und den uneeeendlichen Wartereien.
    Und da unterscheidet sich dann Aprilia durchaus von dem ein oder anderen Hersteller.
    Ich kann da aus Erfahrung BMW nennen. Kleinere und größere Mängel, wurden an unseren 900ern "SOFORT" und anstandslos behoben.
    Und an der 900er gibt es durchaus ein paar Mängel (die nicht durch Rückrufe behoben wurden). Die ersten Modelle hatten alle auf kurz oder lange undichte Ölwannen, viele haben in den ersten 2-3 Jahren defekte WaPus (in der fb Gruppe kommt das Thema fast täglich - unsere beiden hatten das auch). Und in jedem Fall wurden die Sachen von BMW in kürzester Zeit behoben. Ebenso wie zerfallende Fußrastengummis, nicht funktionieren QS. Die wissen in den Werkstätten schon welche Fehler es gibt - und wenn man sich damit meldet, ist die Aussage oft. Ja, ist bekannt - komm morgen vorbei. Und idR sind die Sachen innerhalb 1-max. 2 Tagen erledigt.
    Vlt ist hier auch die Beziehung von BMW zu seinen Werkstätten besser - ich weiß es nicht.
    Aber an den Beispielen - kann man einfach sehen, wie man es auch machen kann!


    Hinzu kommt, und das mein ich ganz allgemein - nicht nur für Mopeds, dass man als Kunde immer mehr zum Betatester wird. Das scheint einfach der Lauf der Dinge zu sein. Lebenszyklen werden kürzer, Neuerungen kommen immer schneller und telweise unerpropter - weil es der Markt auch teilweise genau so will.

    Denn dieser Tank hätte von der Person (Monteur am Band) erst garnicht verbaut werden dürfen

    Das mag vlt bei Kleinserien mit astronomischen Preise gehen...
    Ich geh mal davon aus, dass man auch in Noale Bikes am Fließband produziert. Dafür hat ein Monteur garkeine Zeit. Wenn der sich erst noch den Tank und womöglich andere Bauteile einzeln anschauen muss, dann wird das nix mehr.
    Die Endkontrolle wird bei solchen Teilen normalerweise beim HErsteller der Dinger gemacht und aprilia macht dann normalerweise nur stichpunktartige Kontrollen - sollten da "außer der Norm" häufige Fehler auftreten, wird ggfs. eine Charge reklamiert - fertig.


    Waffeln sind Pfannkuchen mit Waschbrettbauch

  • "Vlt ist hier auch die Beziehung von BMW zu seinen Werkstätten besser - ich weiß es nicht."
    Für mich den springenden Punkt.

    Das Piaggio mehr an der Qualität von Verkäufern und Werkstätte achten sollte sage ich seit Jahre,
    weil nicht nur meine Erfahrung gezeigt hat dass es dort meistens, wenn nicht ausschliesslich, hapert's.

    Was natürlich Konstruktionsfehler oder Einbau von fehlerhafte Komponenten seitens Aprilia nicht ausschließt,
    wie auch das begründetes Reklamieren nicht unterbinden sollte; logisch.

  • Ich glaube, unter dem Begriff Qualitätskontrolle/-sicherung verstehen viele Kunden etwas anderes, als die Firmen, die diese Begriffe anwenden.
    Die Abteilung QS ist in vielen Firmen dafür zuständig, den billig zugekauften Teile des Einkaufs, irgendwie eine ausreichende Qualität zu bestätigen, die sie eigentlich nicht haben. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten die Zulieferer unter Druck zu setzen, z.B ihnen irgend welche Audits aufzudrücken, sie zu zwingen sich zertifizieren zu lassen... das sind aber kaum geeignete Maßnahmen die Qualität zu verbessern. Dies würde (und wurde in der Vergangangenheit!) erreicht durch selber ausgebildete Facharbeiter, die (auch) über ihr Gehalt motiviert wurden. Leider ist genau dies der Kostentreiber, der die Preise versaut. Und da, wo die Firmen mal über großartige Facharbeiter verfügten, muss die Qualität heute von Zertifikaten erreicht werden, die so tun, als sei alles, was aus dem Betrieb kommt hochwertig, weil der Betrieb ja zertifiziert ist.
    Und nein, das ist nicht immer und überall so, es sind aber die Reflexe, die zunehmend Anwendung finden.
    Ich habe Drehteile in Kleinserien für die Industrie gefertigt. Und es gibt unzählige Beispiele für das, was sich tatsächlich oft abspielt.
    Ein Beispiel:
    Ich hatte ein Angebot für ein Bauteil abzugeben, in das u.A. ein relativ tiefe Gewindebohrung (M8 x 45mm) in den Werkstoff 1.4301 (das klassische V2A, ein austenitischer, rostfreier Stahl mit relativ guter Korrosionsbeständigkeit) eingebracht werden musste. Ein standard rostfreier Stahl, der aber bei der Innenbearbeitung schon mal Probleme macht. Mir sind die Vollhartmetall-Kernbohrer und auch die Gewindebohrer relativ häufig zerbröselt. Am Ende fand sich das auch in meinem Angebot wieder, das daher einfach zu teuer war. Lt. dem Einkäufer beim Kunden war ich sogar deutlich zu teuer und er nannte mir den Preis, den er bei meiner Konkurrenz zahlte. Diese Preis deutet für mich klar darauf hin, dass dort nicht das geforderte Material 1.4301, sondern eher 1.4305 (deutlich besser zerspanbar) zum Einsatz kam. Und weil ich ein gutes Verhältnis zu dem Einkäufer habe, habe ihm ihm das auch genau so gesagt. Seine Antwort: Dann nimm doch auch 1.4305 und reduzier den Preis.

    Dieses Beispiel betrifft nun nicht die KfZ-Industrie und daher auch nicht Aprilia, ich glaube aber nicht, dass es eine Ausnahme war.

    Don't eat the yellow snow where the huskies go (Zappa)

  • Das Piaggio mehr an der Qualität von Verkäufern und Werkstätte achten sollte sage ich seit Jahre,
    weil nicht nur meine Erfahrung gezeigt hat dass es dort meistens, wenn nicht ausschliesslich, hapert's.

    In der Schweiz ist der Importeur für das Vertriebsnetz zuständig. Dieser hat mir nichts zuleide getan,
    trotzdem würde ich von dem absolut nichts kaufen. Die Händler, die Aprilia verkaufen, könnten auch
    KTM, BMW oder Harley verkaufen.

    Meine Erfahrung ist wie die von fedro69, wenn ich mit dem Verkäufer zurecht komme, wird sich auch
    eine Lösung finden lassen. Wenn nicht gehe ich ein Haus weiter, das ist ja nur ein Hobby.

    Peter

  • Nachtrag Kundendienst aus aktuellem Anlass:

    Jahrelang hat mich die Frau vom Kundendienst freundlich und zuvorkommend
    bedient. Bei Unsicherheiten konnten wir die Probleme immer am Telefon lösen.
    Ich habe ihr, ihrer Firma, das mit schönen wiederkehrenden Umsätzen gedankt.
                   
    Dann hatte ich mit einem Produkt kleines Problem, das man mit einer Nähmaschine
    hätte beheben können. Ich habe das Teil ohne Zubehör, mit der Bitte um Reparatur
    eingesandt und parallel in einer E-Mail gebeten, die Rücksendung doch mit der offenen
    Bestellung zu kombinieren.

    Dann ging es los, erst wurde die Rücksendung nicht gefunden, dann wollte man mir den
    Artikel gutschreiben, dann fehlten Teile im Wert von 7% des Preises. Auf meine Vorschläge
    wie Ersatz liefern und fehlende aus dem Ersatz nehmen oder die Teile aus dem Lager
    nehmen und mir zu verrechnen ist niemand eingegangen.

    Und so geht der Schildbürgerstreich weiter, ich habe Teile im Wert von 10 €, die ich vor
    10 Tagen aus Deutschland erhalten habe, portofrei nach Deutschland zurückgesandt.
                   
    4 Telefonate endeten im Nirwana, muss ich mir einen neuen Anbieter suchen?

    Wann kommt «meine» Frau vom Kundendienst zurück? Hat man sie vertrieben?

    Schildbürgerstreich 2:

    16 Tage später kommt eine Versandbestätigung zum Austausch des Produktes.
    Keine Nachfragen, kein Telefon, nichts nada. Meine Teile sind nun auf dem Weg
    aus der CH nach DE, was im Austausch dabei ist keine Ahnung.

    Als ich in der 125er Klasse unterwegs war, hat mein damaliger Mech, Köbi Gassner, gesagt
    wenn Firmen mit solchen Dingen beginnen, ist das Ende nicht weit.

    Wäre schade, aber "jä nu", Andere haben auch eine Chance verdient

    Peter