Fahrwerkseinstellungen Gabel und Federbein

Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • weil sehr viele es noch nicht einmal schaffen ein Serienfahrwerk sinnvoll einzustellen ohne es überhaupt zu merken. - Da sind dann teure specialparts einfach nur rausgeschmissenes Geld.

    Eine fehlerhafte Einstellung wird nicht dadurch besser, dass ich hochwertige Komponenten einbaue...

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  • Problematisch mit dem Abstimmen wird es IMHO erst dann, wenn man sich den 100kg Körpergewicht nähert. Wenn dann noch ordentliche Klamotten und Gepäck dazu kommen stoßen die Originalferdern langsam an ihre Grenzen.

    wer ruft mich? ;o)

    Ich habe das Öhlins Zeug komplett vorne und hinten drin. Allerdings habe ich keinen Vergleich zum OEM Fahrwerk, da ich dieses, ausser bei der Probefahrt, nie gefahren bin. Federrate des Federbeins ist bei 95 und bei der Gabel 5,5 (glaube ich aus der Erinnerung). Auf Asphalt funktioniert das Fahrwerk sensationell gut und Offroad eigentlich auch. Ich habe es mir vom Fachmann einstellen lassen, damit aber noch nicht wirklich rumgespielt.

    Hatte ich eigentlich nach meinem Dolo Urlaub vor, die Kiste steht aber leider seit Wochen beim Händler.

  • Auch eine nachvollziehbare aber doch recht teure Variante. Doppelt so teuer wie die von Adreani. Ich schätze, du bist tippetoppe zufrieden.

    Nö, hab ich für 900 Euro bekommen , neu in Kleinanzeigen.

    Zufrieden bin ich sehr, feines Ansprechverhalten und ist nicht einmal auf Block gegangen bei meiner Tour über die Assietta und Ligurische GKS.

  • Weil die Andreani recht hart gedämpft (siehe Anhang) sind: off road race eben;
    Während ich den Eindruck habe dass viele Tuareg Fahrer:innen eher auf die gemütliche Seite des Turismus oder des Endurowanderns gewandt sind.

    Dazu die Gabel resultiert 8 mm länger als original nach den Umbau, das Motorrad wird also auch hochgezogen was das Erreichen des Bodens vom Sattel aus erschweren könnte und nach Massnahmen am Federbein zum erneute "nivellieren" ruft ...

  • Ok, verstehe, was du meinst. Das trifft es vermutlich ziemlich genau, was du schreibst. Vielleicht wäre die Adreani Kartusche etwas für die Rally Version gewesen, denn die ist ja vom Fahrwerk her außer der linearen Feder nicht wirklich rallymäßig.

  • Die Lösung von fedro69 ist sicher eine Alternative und sehr günstig aber auch die hat mich nicht überzeugt (Kolben anders herum eingebaut, eine extra gedrehte Hülse, weniger Federweg ?!).

    ...ich hatte es an anderer Stelle schon geschrieben... Der angegebene Federweg wird nicht durch die Feder selbst definiert, sondern durch den Maximalweg der Dämpfung. Dieser liegt bei der Tuareg bei 240mm. - Die Feder ist aber gut doppelt so lang und könnte bei entsprechender Auslegung weit mehr als die 240mm.

    Die Ausgleichsbuchse bei Davides Lösung spielt also überhaupt keine Rolle für den Gesamtfederweg.

    Ganz im Gegenteil! Dadurch, dass er eine auf sein Gewicht abgestimmte, lineare Feder eingebaut hat, dürft der in der Praxis tatsächlich verwertbare Federweg eher größer geworden sein.

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    Einmal editiert, zuletzt von merlin63 (3. August 2025 um 06:20)

  • Meckes :
    Ich habe den Kolben richtig herum wieder eingesetzt weil vom Werk falsch eingebaut, die Shims erneuert weil verschliessen und das Kompressionstack erweitert um mehr Dämpfung beim schnellen Stößen zu bekommen, und die neue Büchsen erzeugen ungefähr den gleichen Preload wie die Originalfedern mit deren OEM Büchsen: um die 30 N/Feder weil 5 oder 6 mm lang.
    ... Alles damals geschrieben so wie es war ...

    Was ich damals nicht geschrieben habe ist wieviel die Öhlins Feder komplett einfedern können, also bis jede Umwicklung komplett auf einen anderen liegt. Bei der nächste Revision werde versuchen dran zu denken, ok?
    Die Originale haben um die 260 mm "Luft", davon büssen schon 8 mm beim Einbau und die maximale Vorspannung mittels Regler liegt bei 10.5 mm; können also nicht auf Block gehen.

    Einmal editiert, zuletzt von fedro69 (3. August 2025 um 12:33)

  • Dann wären Aprilia und Kyaba alles Deppen, immer wieder und über Jahre die Kolben falsch herum zu montieren. 😱

    Mir hat das alles nicht gefallen, deswegen gleich die große Lösung mit komplett Ö.

    …. verstehe ich nicht, das mit der Hülse, wenn die Strecke der (immer komprimierten) Feder durch eine Hülse gekürzt ist - dann sollte auch der Federweg kleiner sein. Oder diese geht früher auf Block.

  • Beim komplett gelängten Dämpfer für die Feder sind 479 mm Platz.
    Die Originalfeder ist 457 mm lang, die OEM Buchse zwischen sie und den Versteller 30 mm:
    sie wird um 8 mm komprimiert (Vorspannung) bietet aber immer noch genügend Raum (knappe 260 mm) um um die ganzen 240 mm zusammengestaucht zu werden ohne auf Block zu gehen, auch beim vollem reingeschraubten Preload von 10.5 mm.
    Die 240 mm übrigens sind faktisch auch nur 225 mm ca. :
    am obere Ende der Kolbenstange ist auch eine Feder montiert, die ein abrupten Komplett-Ausfahren federt um böse Stöße zu vermeiden, und die eben in Normalzustand ca. 1.5 cm vom gesamten Federweg "klaut" .

    Die Öhlins Feder ist mit 450 mm kürzer als OEM und weist am oberen Ende auch einen größeren inneren Durchmesser, braucht also eine eigene Buchse; da dass die neue Feder stärker ist als die OEM habe ich dort eine kleiner Kompression vorgesehen: 6 mm statt 8.
    Ich hatte gemessen (aber nirgends notiert ... ich dep!) um wieviel sie sich stauchen lässt um auf Block zu gehen, und es war genügend Raum da, das weiss ich aber.
    Auch weil die Öhlins Kartuschen ebenso 240 mm Federweg anbieten und mich nicht vorstellen kann dass die auf Block gehen könnten.

    Ich hatte sogar Wirth Feder gefunden die hätten gehen können:
    die Wirth 1035;
    Waren interessant weil progressiv und steifer als die OEM ... aber die bieten "nur" 248 mm Freiweg und es ist mir zu knapp gemessen.

  • .... jetzt verstehe ich, es war vorher auch eine Buchse (habe ich mir eben auch auf der Explosionszeichnung bei Wendel angesehen) da und du hast eben nur eine mit anderem Innendurchmesser benötigt.

    Danke

  • Hm,

    jetzt wird's auch für mich interessant.

    Mir gefällt es, wenn die Federung erstmal weich anspricht und danach erst härter wird.

    Jedoch ist die Tua schon sehr weich.

    Wenn es da eine insgesamt straffere Variante gäbe, dann könnte ich mir das gut für mich vorstellen.

    Richtig Hardcore Offroad werde ich wahrscheinlich nicht absichtlich fahren, also könnte das für mich der richtige Kompromiss werden.

    War in den karnischen Alpen sehr schön auf den groben Geröllwegen, aber hinten kam sie mir bergauf zu stuckrig vor.

    Könnte sich aber auch durch die sehr weiche Vordergabel nur so angefühlt haben. Werde erstmal an der Hinterhand mit Druck- und Zugstufe spielen.

    Ich denke die 135€ werden in der Winterpause investiert und danach probiert.

    Danke fedro69 und merlin63

  • soweit ich informiert bin hat Wilbers bisher noch keine Gabelfedern für die Tua im Sortiment.

    Möglich ist natürlich, dass eine der Anderen vom Maß her passen könnte...

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  • Wirth!!
    Sind Wirth Feder ... Wilber's hatte ich kontaktiert hatten aber nichts Passendes.

    In meinem langen Post habe sie auch richtig genannt, habe mich dann in der Nachfrage vertan, sorry!
    (mittlerweile ist korrigiert)

    also:
    Wirth 1035:

    abf_Federsuche

    Wirthfedern_Nr

    Drahtstärke

    Aussendurchmesser

    Di

    Laenge

    Windungen

    Federrate

    1035

    5,3

    38,25

    27,65

    452

    38,5

    6,15

    Die Tabelle habe ich per Mail von Wirth bekommen.

    Rechnerisch bieten 248 mm weg bis zum Block:
    Gesamtlänge minus Materiallänge, also Drahtstärke mal Windungen
    452 - (38.5 x 5.3) = 247.95 mm

    2 Mal editiert, zuletzt von fedro69 (3. August 2025 um 23:18)

  • Hatte schon bei Wirth geschaut, aber danach Wilbers geschrieben 🫣

    Mit 248 mm wird's dann mit SAG einstellen aber sehr eng, oder verstehe ich das jetzt falsch?

    Wird ja dann nochmal weniger

  • Nee: den Sag tut nicht zu Sache, aber di Vorspannung schon;
    um 240 mm freien Weg zu haben, bleiben 8 mm max Vorspannung (preload).
    4 oder 5 macht schon Sinn in der Buchse "einzubauen" also blieben am Versteller 4 oder 3 mm nutzbar.
    Was besonders mit der OEM Feder am Federbein hinten absolut ausreichen könnte, glaube ich.
    Es bleibt aber eng.

    Alternativ die Öhlins (Linear) werden auch schon in 5 N/mm angeboten (z.B. bei off the road) ... oder 5.5 (was ich glaube wäre besser) und du musst wirklich nicht furchten seien zu steif oder "hart".

  • ich denke auch, dass man bei der 5,5Nmm Feder von Öhlins noch keinen großen Komfortverlust befürchten muss.

    Auch die wird im ersten Teil noch weich genug ansprechen, ist ein wenig direkter und baut sich dann aber deutlich schneller auf wenn es darum geht ein tiefes einsinken beim Bremsen zu verhindern - oder wenn Du hangauf mehr übers Vorderrad fährst.

    Auf jeden Fall wird aber das Feedback vom Vorderrad klarer und transparenter werden.

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