Wo kann man noch legal offroad unterwegs sein?

  • Servus zusammen, hoffe ihr hattet ein schönes Fest zusammen mit euren Liebsten.

    Ich bin nun im 2.Jahr mit meiner Capo 1200 unterwegs und würde gern mal leichtes Gelände unter die Räder nehmen. Freilich nicht mit der Capo, das Gewicht und meine Unerfahrenheit verbieten das. Eine mögliche 1 Zyl-Alternative habe ich schon im Auge.

    Aber wo kann man überhaupt abseits befestigter Wege unterwegs sein? Wohne südl. von München - Bekannte mit potetiell geländegängigen Moppeds haben mir bereits von der Idee abgeraten, weil es nirgendwo Strecken gibt, wo man nicht sofort Ärger mit dem Landwirt, Förster oder Radler bekommt.

    Kennt jemand Strecken, die sich lohnen? Danke für jeden Tipp. Grüsse Stefan

  • In fast jeder grösseren Stadt gibt es MotoCross Clubs,die haben meistens eine eigene Strecke.

    Da mal nachhaken,genau wie bei einigen Autoclubs,die bieten sogar Offroad-Trainings an.

    Liebe Grüsse aus dem Bergischen Land und alles bleibt besser ;)

  • Offroad Legal... ist in/ um München und näherer Umgebung tatsächlich mehr als nur schwierig...

    Es gibt z.n. im altmühltal einen offroadpark, dieser ist allerdings nur für 4-rädrige Fahrzeuge...


    Alle die ich kenne, die offroad hier in der region unterwegs sind, sind alle mindestens halb illegal irgendwo unterwegs oder fahren mitm Trailer weiter weg...

    Waffeln sind Pfannkuchen mit Waschbrettbauch

  • erstmal muß man unterscheiden, was in dem Fall "OFF-Road" bedeuten soll.

    - Moto Cross -> da gibt es genug von, sind aber kein leichtes Gelände

    - Enduro (fahr ich auch selber) -> über Wald und Wiesen Strecken, auch mit Hindernissen, wie z.B. querliegende Baumstämme


    bei uns in F gibt es viele solcher Endurostrecken, da es auch viele Meisterschaften davon gibt.

    Mein Kumpel fährt z.B. im frz. Championat bei den "Veteran" recht erfolgreich mit. Er trainiert in der Nähe von Andlau/Elsass.


    Meine Kumpels in D dagegen gehen über die Umwege:

    - Elektro Enduro -> wird oft toleriert, wenn die Wege nicht schmaler als XX m sind (weiß nicht mehr genau wieviele)

    - oder als "Pfleger" bzw. "Instandhalter" von Mountainbike Trails in einem entsprechenden Klub :abfeiern

    da war ich auch schon als "Gast" mit dabei von Landau/Pfalz bis Kaiserslautern,

    ohne einmal über geteerte Strassen zu fahren, ausser zum Überqueren


    dürfte ansonsten in D schwieriger sein als im europäischen Ausland

    leben und leben lassen

    ABER

    auch am Leben bleiben

  • Hmmm, also mir geht es nur um leichtes Gelände. Unbefestigte Wege etc. Hab ich halt noch nie gemacht und wär doch mal ne schöne Abwechslung.

    Motocross mach ich vllt mal über JSchweizer... aber so extrem will ich das ja gar nicht.

    100km Anreise (mit/ohne Trailer) kommt aus mehreren Gründen nicht in Frage...

    Bleibt dann wohl bei dem frommen Wunsch...

  • Im Gelände, d.h. auf Feldwegen oder Waldwegen darf man in Deutschland grundsätzlich nicht fahren. Macht man es dennoch, gibt es je nach Region Geldstrafen zwischen 20.000 und 50.000€.

    Beamtin für Lüftung in öffentlichen Gebäuden

  • Das Einzige was legal machbar ist außerhalb von Offroadparks (wenn einen für Mopeds findest...) ist es, sich ein möglich abgelegenes Stück Wiese mit langer Anfahrt über Feldwege zu pachten, Anlieger dürfen fahren......Das könnte aber auf Dauer langweilig werden, da die Abwechslung fehlt.

    .


    nur wo nix mehr tropft is nix mehr drin
    „Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben“. G.T.

  • Vorsicht: Nicht in jedem Bundesland ist es erlaubt, Waldwege zu befahren. Die Bestimmung kann je nach Landeswaldgesetz für Kfz-Fahrer und zu machen Zeiten auch für Radfahrer gelten. Erkundigen Sie sich bei dem Förster, ob das Befahren von bestimmten Forstwegen unter Strafe steht. In der Regel weisen allerdings entsprechende Verkehrszeichen auf das Verbot hin.

    Ist heutzutage leider alles nicht mehr so locker wie noch in den 70er oder 80er Jahren.

    Wir sind damals auch in einer alten Tagebaugrube mit Mofa, Moped und ein anderer mit seiner Motocross KTM drin herumgefahren. Hatte keinen gestört da weiter weg vom Ort.

  • oder einfach mal Urlaub im Isabena Tal machen

    hatte ich schon öfter erwähnt

    deutschsprachiger Campingplatz mit richtigen Off-Road angeboten und Enduropark + Lehrgängen + Leihenduros

    auch in der Gegend gibt es genug "Kommunalstrassen", die nicht geteert sind


    werde übrigens nicht von ihnen für die Werbung bezahlt ... :denk

    leben und leben lassen

    ABER

    auch am Leben bleiben

  • Ich kann dir das empfehlen: http://www.enduroschule4u.de

    Da hast du das all incl.Paket ohne eigenes Moped, wenn das dann dein Ding wird, kannst du in meiner Gegend LKR KG und in Walldorf, Viernau usw auf abgesperrten Cross- und Endurostrecken fahren.

    der vossybear

    Sicher sieht die ``Bella``geil aus, aber bitte nicht am Lack lecken ! :heiss

  • Ich empfehle Iceland

    eines der wenigen europäischen Länder, die regulär Offroad fahren ermöglichen, natürlich unter Beachtung Naturschutz etc.

    Gruß JM

    "Wer glaubt, Motorräder seien heute verzichtbar, hat noch nie so ein Tier zwischen den Beinen gespürt."

    "Aprilia Shiver? Ist das die kleine Schwester von Claudia?"

  • Fuzzy (Stuttgart) aus dem G650X Forum unternimmt mit seinem Scrambler öfters legale Offroad Touren

    im Schwäbischen (Alb/Wald).

    und geführte, kostenpflichtige Touren in F in der Provence (wo er zeitweise lebt).

    Link zu Bildern einer seiner häufigen Touren

    #2

    #3

    Zwar wird er dir (höchstwahrscheinlich) seine Routen nicht verraten, aber eventuell könnt ihr mal zusammen fahren.


    Grüße Stephan

  • Island... wollt ich immer schon mal hin.

    Geführte Touren sind sicher eine tolle Alternative... es besteht nur die Gefahr, dass ich dann so richtig Blut lecke und das gleiche Problem habe wie jetzt - kann den Spieltrieb dann in meiner Umgebung nicht loswerden. Aber ok...


    "Wo bist du?"

    "In der Bredouillie."

    "Ah, Frankreich. Wie schön."


    Danke für eure Ratschläge. Wie immer gibts keine einfache Lösung. Aber geführte Touren zB sind ein Weg und Anfang.

    Habt eine schöne Woche und tollen Jahresbeginn :wink:bier

    Gruss Stefan

  • Hallo Stefan,

    das beste Endurogelände mit riesigen Ausmaßen und Schwierigkeitsgrade ist Langensteinbach (Frau Google findet es)

    Ist allerdings zwischen Chemnitz und Leipzig und nicht wirklich im Umland von München..

    Für ein Wochenende oder Mehrtagesfahrt super zu empfehlen zumal alle Strecken von grün bis knallrot je nach Schwierigkeitsstufe gekennzeichnet sind. Dort blüht das Enduroherz auf. Unterkünfte im näheren Umland sehr günstig oder mit WOMO oder Zelt.

    Ich war dort sehr oft um legal zu trainieren zu können und bin dort 2 mal den Endurance Day ( 24 Stunden Enduro) gefahren. Beim Endurance Day wurde die Strecke mehrfach umgesteckt und die Runden zwischen 10 und 15 Km lang. Sehr empfehlenswert !.

    Was noch legal befahrbar ist, ist Rumänien. In Verbindung mit einem Urlaub auch sehr empfehlenswert und Endurofahren bis zum Abwinken.


    Gruß Peter

    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

  • Geführte Touren sind sicher eine tolle Alternative... es besteht nur die Gefahr, dass ich dann so richtig Blut lecke und das gleiche Problem habe wie jetzt - kann den Spieltrieb dann in meiner Umgebung nicht loswerden. Aber ok...


    die Gefahr ist ziemlich gross :wacko:

    ich hab auch vor so 3.5 Jahren nur mal so aus Neugier einen Offroadkurs gemacht.. dann kamen noch ein paar Tagekurse dazu und ein langes Wochenede in Norddeutschland und eine ganze Woche in Spainen. Mit der Zeit ist Mietmaterial auch doof, also stand ein halbes Jahr später die eigene Enduro in der Garage und mittlerweile die Zweite und eine Trial. Strasse bin ich seit dem fast gar nicht mehr gefahren und seit diesem Frühling ist auch die DD (mit knapp 90'000km aufm Tacho) verkauft.


    dann muss man noch unterscheiden zwischen bisschen Feldwegen fahren oder richtig Enduro. Fürs Feldwege fahren reicht aber auch die Capo oder vielleicht ne ca. 600ccm Einzylinder die wenig Wartungsaufwand gibt und auch mal bisschen Strasse fahren kann. Da finden sich wahrscheinlich auch ein paar Wege für, aber wohl kaum aneinanderhängend und wirklich lustig auf Dauer.


    das andere ist das "richtige" Enduro fahren, also Motorrad mit ca. 110kg und max. 500ccm (was aber schon viel zu viel ist eigentlich. 250-350ccm reichen locker)

    Das ist das was ich mache, da brauchst aber auch viel mehr drumherum für. Selbst um im Nachbardorf beim Bekannten Bauern auf dem Feld zu fahren lade ich das Motorrad auf. die 5..6km würden zwar auch auf der Strasse gehen, aber dann hast fast nix dabei (Klamotten, Ersatzteile, trinken) und das Motorrad hat auch keine Blinker, Spiegel, LIcht oder Nummernschild dran in der Regel. in die Reifen mögen das auch nicht.

    Wenn man fast alles selber macht ist der Unterhalt vom Motorrad zwar ziemlich aufwändig, aber gar nicht mal soo teuer, wenn man nicht ständig alles zerstört. Was ich gemerkt habe ist, dass die Fahrerei zum Endurofahren ziemlich ins Geld geht. Zum richtig fahren können muss man immer nach Frankreich, Italien, Spanien, Kroatien, Rumänien, usw.. Für einen Tag Endurofahren kommen dann schnell ca. 200-600km Strassen-Anfahrt zusammen. Nur schon Sprit und Maut kosten dann ordentlich, die ganzen nicht direkten Kosten noch gar nicht beachtet. Ich hab mir nur zum Endurofahren einen Transporter gekauft für Transport+Camping.

    kleiner Nachtrag: Es gibt wie schon erwähnt in Deutschland schon einige Endurogelände, zb Langensteinbach, Kronach, Meltzewitz, Area39, Niederwürzbach und noch diverse die mir gerade nicht einfallen. Dazu noch mehr Motocrossstrecken. Aber richtig frei Endurofahren geht in Deutschland fast nicht legal. Teilweise wird es halbwegs geduldet, dafür sollte man sich aber auskennen und nicht einfach drauf los.


    Lange rede, kurzer Sinn: Es macht saumässig spass, aber überleg dir ob du es ausprobieren möchtest und das Risiko eingehen willst dass es dir wie mir ergeht ;o)

    Einmal editiert, zuletzt von alex21 ()

  • Hallo, ich fahre seit 20 Jahren Offroad. Bis vor 5 Jahren auch noch im Hobby Wettbewerb bei 2h Enduros oder anderen lizenzfreien Veranstaltungen. Seit einiger Zeit aber fast nur noch Offroad Roadbook Touren in NL, B, F, I und PL. Das ist sowas wie Dakar für Arme :-/, von einem Holländer angeboten. In NL gibts im Herbst auch noch sogenannte OTR (Off the Road) Veranstaltungen. Da gehts über eine vorgegebene Strecke mit 40-50km und man kann soviele Runden Fahren wie man will (kann:heiss). Tageslizenz und 20€ Startgebühr genügen.


    Die Tages- RB Touren sind ca 200km lang und man muss selbst mit dem Roadbook navigieren. Da fahre ich auch schon mal als Tourguide mit. Leider werden in D eine solche Touren nicht angeboten, es gibt ein paar Veranstalter von Trainings, im Süden kenne ich da aber keine. In D ist eigentlich überall das Fahren nicht erlaubt, allenfalls in alten Sand-oder Steingruben, ex-Militär Gelände oder Industriebrachen . . . alles illegal, aber manchmal wird es toleriert.


    Einmal infiziert, läßt einen das nicht mehr los. Ich würde auch eher auf die DD verzichten, als die KTM (EXC 350) dran zu geben.

    @ Alex21: die TPI soll ja echt gut laufen . . könnte meine nächste werden :denk

    Geradeaus kann (beinahe) jeder . . . :wink

  • Oder beim nächsten Forumstreffen hier.

    Wahrscheinlich ist es dann aber besser, Du bringst noch etwas "geländegängigeres" als die Capo mit.:denk


    Vielleicht gibt es ja eine "Neigungsgruppe-Dreck"?

    Ehe ich mich jetzt aufrege, ist es mir lieber egal :dance

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