An die Vielfahrer

  • Unser nächstes CT findet nächstes Jahr im Juli in den Dolomiten statt,das sind von mir circa.1.000 km.

    Da ich noch nie eine sooo weite Strecke gefahren bin habe ich an die Viel und Weitfahrer eine paar Fragen : Wie würdet Ihr das angehen,worauf sollte man achten oder was sollte auf alle Fälle vermieden werden?Geplant habe ich die Anreise über 2-3 Tage.

    Ich würde mich über ein paar Tipps oder Ratschläge freuen.

    Euch allen einen schönen Abend noch.

    Liebe Grüsse aus dem Bergischen Land und alles bleibt besser ;)

  • Unser nächstes CT findet....

    CT? Computer-Tomographie? Chapter-Treffen?:denk

    Ich frag sö blöd, weil Grund und Dauer des Aufenthalts evtl. nicht ganz irrelevant sind.

    Satzzeichen retten Leben:

    Komm wir essen jetzt Opa.

    Komm, wir essen jetzt, Opa.


    Niveau ist KEINE Handcreme

  • Der erst Ansatz ist schon mal gut, eine Anreise in mehreren Etappen ist hilfreich. Ich selber benutze als Gepäcklösung grundsätzlich Tankrucksack und Gepäckrolle. Je nachdem, was Du nutzt kann ein entsprechende Packen sinnvoll sein. ich packe z.B. in der Rolle alles in eigene wasserdichte Beutel und da für jede Übernachtung weit oben eine eigene Wäsche für den nächsten Tag. Dann muß ich nicht die Rolle bei jeder Übernachtung bis unten ausräumen. Wenn Du am Ziel auch nur eine Übernachtung hast lohnt das aber nicht mehr.

    Im Tankrucksack ist das schwere Gedöns wie Werkzeug und Teile. Elektronik ist im Tankrucksack nur was ich während der Fahrt brauche. Wenn Du ohne Powerpack über den Tag kommst kann der auch in die Gepäckrolle. Stirnlampe gehört auch ins Bordwerkzeug...

    Ich bin bekennender Navifahrer und habe trotzdem immer einen Kartensatz für die Reise dabei.

    Plane nicht mehr als 50km pro Stunde, es sei denn, Du willst auch Autobahn fahren. Die voraussichtliche Ankunft aller Navis , auch der Handys plant keine Umleitungen oder Pausen ein. Darauf also nicht stützen. Mit den Zwischenzielen was vereinbahren falls es später wird als angekündigt.

    Hätte Gott gewollt, dass Moppeds sauber sind, wär' Spüli im Regen...

    Fahren statt putzen...

  • beim Packen kann Frank dir besser helfen.

    Ich werf alles in die Koffer, ev. Tankrucksack und wenn's heftig ist, noch ein Topcase :aetsch


    es kommt drauf an:

    - wieviel Stunden reine Fahrzeit du machen willst,

    - um wieviel Uhr losfahren

    - wann spätestens ankommen.

    - wie lange halten das die Bandscheiben und Kniegelenke durch

    - Mittags noch nett essen gehen

    - oder nur fahren, fahren, fahren


    In solch einem Fall würde ich 1 Übernachtung einplanen, da ich aus Erfahrung locker eine Tankfüllung (ca 300km)

    an einem Sonntag Nachmittag durch die Einspritzung jage.

    Allerdings sitze ich vielleicht auch bequemer :abfeiern und kann dadurch locker 500km am Tag abspulen.


    Jeje

    PS: hatte es auch schon geschafft, mit der DR650 in 2 Tagen nach Valencia zu fahren (1500 km), :beee

    incl. 4 Stunden Reparaturpause :angry2

    leben und leben lassen

    ABER

    auch am Leben bleiben

  • Anreise/ Abreise 1.000km geht in zwei Tagen, dann würde ich allerdings den zweiten Tag Richtung Alpen und Co mit max 400km planen und das ist dann ggfs. schon echt richtig heftig, anstrengend und laaaaaaang.
    Als Faustregel in den Alpen, Dolos - wenns wirklich viel über Pässe gehen soll (250-350km). Hier ist weniger, oft mehr.


    3 Tage sind bestimmt angenehmer, hängt aber von Deiner Fahrweise, der Strecke und Leidensfähigkeit und auch Deiner Erfahrung in den Bergen ab...

    Sollte man Sonntags An- Ab- Reisen, unbedingt mehr Zeit einplanen. Da gehts oftmals zu wie im Taubenschlag.


    Was Du vorab checken solltest.

    - Reifen, reicht der auch noch für dort und zurück. Mein aktueller Reifen hat in/durch die Dolomiten über 1/3 weniger gehalten als sonst. WEnn ich deinen Beitrag vom letzten Treffen noch richtig in Erinnerung habe, seid ihr gern mal zügig unterwegs. Also im Zweifel vorher neu! Der Belag dort ist rauer...

    - gleiches gilt für die Bremsen. Voher checken und ggfs. Beläge und Flüssigkeit neu. In den Dolos und Umgebung Ersatzteile für Aprilias zu bekommen ist echt nicht einfach, munkelt man ;)

    - Für Österreich, ein kleines Verbandsset - man munkelt, es könnten sonst unnötigerweise mal schnell 20€ weg sein, munkelt man ;)
    - Unbedingt in Österreich nochma voll tanken und sich von den Spritpreisen in Italien nicht in Schnappatmung versetzen lassen ;)

    - In den Dolos entsprechend früh mal nachtanken, gibt dort in den ganzen Tälern eigentlich recht viele Tanken(viele mit Tankautomaten, gehen meist mit Bargeld und Karte). Wenn man aber grad mal 2-3 Pässe nach einander fährt, gibts ggfs. mal 50-100km nix...

    - Nicht vom Forst Bier abschrecken/unterkriegen lassen, sind nur die ersten 1-2 ... Danach gehts ;)

    Falls paar Tips für ne schöne Anfahrt brauchst, schrei ;)

    Waffeln sind Pfannkuchen mit Waschbrettbauch

    Einmal editiert, zuletzt von Philmuc ()

  • Bei so einer Fahrt soll ja kein persönlicher Rekord aufgestellt werden, sondern es steht der Besuch des Treffens im Vordergrund . Entsprechend relaxt sollte man das angehen, sich lieber kleinere Ziele stecken und evtl. auch die durchaus reizvolle Landschaft mit einbeziehen. Ansonsten wird, wie hier ja mehr oder weniger alle schreiben, aus dem Fahrvergnügen eine Quälerei.

    Sprich ich würde mir hier eine reizvolle Strecke aussuchen (vom ADAC gibt es gute Motorradkarten), maximal 300 km am Tag fahren und auch den einen oder anderen ausserplanmässigen Halt/Abstecher mit einplanen (wer weiss, was man so alles an Sehenswürdigkeiten entdeckt).

    Auf diese Art und Weise kann man einerseits die Fahrt geniesen und setzt sich andererseits auch nicht unter Zugzwang, länger auf dem Moped zu sitzen, als man eigentlich Lust und Laune hat.

    Gott liebt die Dummen, warum wuerde er da sonst so viele von machen!?

  • Also Wolfgang,

    ohne jetzt der Viel- oder Langstreckenfahrer zu sein, traue ich mir trotzdem zu, dir ein paar Ratschläge mitgeben zu können.

    Zu aller erst hilft bei der Planung der Gesunde Menschenverstand und die eigene (deine eigene) Erfahrung. Niemand weiß, wie lange du es auf dem Bock aushältst und wie deine Streckenplanung (Land- oder Bundesstraße oder BAB) aussieht. Daher ist eine Schätzung deiner möglichen Tageskilometer schwierig. Grundsätzlich gilt hier: Weniger ist mehr.

    Und wie schon gesagt: Was ist der Grund der Fahrt? Möchtest du in den Dolos 5 Tage im Wellnesshotel chillen, 10 Tage Bergsteigen oder 3 Tage mind. 15 Pässe am Tag mit dem Moped abreißen?

    Und denk dran, du musst anschließend auch wieder nach Hause. Nach rund 1000km Anreise und 5 Tage Pässe schrubben ist eine mehrtägige Heimreise auf 2 Rädern im Nieselregen kein Spässchen.


    Wenn man keine Termine und feste Vorgaben hat, ist der Weg (egal wohin) gerne das Ziel.

    Wenn ich aber zu einem bestimmten Zeitpunkt (Datum) vor Ort sein muss und das auch noch weit weg im Ausland, setze ich mich lieber ins Auto und stell das Moped auf den Anhänger. Diese Alternative solltest du zumindest überlegen. So sparst du dir die 2-3 Tage Anreise mit dem Bock und kannst das Hotel am Zielort einen Tag vorher und nachher mitbuchen. So hast du Zeit, dort schon ein paar Runden zu drehen.


    Deine Fernreisequalitäten kannst du ja mal mit 2 langen, wettersicheren Tagestouren zur buckligen Verwandtschaft oder zum weggereisten Kumpel testen. Dann weißt du mehr darüber, ob dir längere Touren liegen oder nicht.

    Satzzeichen retten Leben:

    Komm wir essen jetzt Opa.

    Komm, wir essen jetzt, Opa.


    Niveau ist KEINE Handcreme

  • CT ist (Honda) Cross Tourer , hatte er im Mai schon erklärt. >HIER


    Es kommt auch darauf an wie trainiert den Po ist. Zu beginn der Saison meldet er sich schon bei ca. 200km, nun aber geht locker das Doppelte. :]

    Ich würde diese Distanz vermutlich mit einer Übernachtung bewältigen. War ja auch am vergangenen Sonntag einfach so 490km gefahren. Aber das soll für dich nicht das Maß sein, denn du alleine kannst abwägen wieviele km du auf dem Motorrad mit Freude verbringen kannst.

    Zum Gepäck hat dir 'Miele' viele Tipps gegeben. Ich fahre auch nur noch mit Gepäckrolle. Die beiden Modelle ich im Forum schon mal irgendwo geschrieben.

    .

    Glück kann man nicht kaufen - aber ein Motorrad und damit fahren - dann ist man ganz nah dran. :)
    - In Summe über 84.000km mit Shiver 750 -
    Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.
    ...das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas.(Wikipedia)

  • Hallo Wolfgang,


    also mit der Crosstourer sind m.E. durch die sehr bequeme Sitzposition Tagesetappen von 500 - 600 km auch ohne Autobahn möglich. Von daher würde ich - bei weniger Zeit - eine An-/Abreise in jeweils 2 Tagen empfehlen. Hast Du mehr Zeit, dann sind sicher 3 Tage empfehlenswert, da Du dann auch ein paar interessante Streckenabschnitte unterwegs einplanen kannst.

    Wir sind gerade am Sonntag vom Bodensee zurück ins Bergische Land gefahren. 530 km kurvenreiche Strecke durch Schwarzwald, Pfälzerwald, Hunsrück, Eifel und Westerwald. Geht mit der Caponord und der V85TT meiner Frau wunderbar. Dabei steht allerdings das Fahren im Vordergrund und es ist wenig Zeit für ausgiebige Pausen oder ständige Fotostopps.


    Gruß

    Stephan

  • Hallo SL1975,

    ich habe gar keinen CT,ich fahre Shiver900:danceund zwar in Rot:!:

    Aber trotzdem Danke für dieTips:hut

    Aus dem Bergischen Land komme ich ja auch:dup

    Liebe Grüsse aus dem Bergischen Land und alles bleibt besser ;)

  • Hallo SL1975,

    ich habe gar keinen CT,ich fahre Shiver900:danceund zwar in Rot:!:

    Aber trotzdem Danke für dieTips:hut

    Aus dem Bergischen Land komme ich ja auch:dup

    Sorry, ich dachte dass Du zum CTT fährst, weil Du neben der Shiver noch eine Crosstourer hast. Dann nehme ich meine Aussage mit den 500-600 km zurück :blumen


    Gruß

    Stephan

  • CT wiegt mit etwas Anbau ca.280 kg:huh:Für mich nicht möglich zu händeln,bei ca 175 cm.Körpergröße:ddown

    Shiver wiegt so wie ich sie habe ca.220-225 kg:love:Bei der gleichen Körpergröße super zu händeln:dup

    Liebe Grüsse aus dem Bergischen Land und alles bleibt besser ;)

  • Da musst Du wohl noch etwas zulegen, gewichtstechnisch :abfeiern

    also immer schön nach Restaurants Ausschau halten.

    Für die Anfahrtplanung kann ich Dir Calimoto empfehlen, die Zeiten sind einigermaßen realistisch. Die kostenfreie Version erlaubt Dir Planung am Rechner und Navigation mit Online Karte. Am Rechner geplante Route hast Du direkt auf dem Smartphone verfügbar. Blöd wird's leider, wenn Du keine Datenverbindung hast.

    (und nein, ich werde nicht gesponsert, nur meine Erfahrung der letzten Touren)

    Gruß JM

    "Wer glaubt, Motorräder seien heute verzichtbar, hat noch nie so ein Tier zwischen den Beinen gespürt."

    "Aprilia Shiver? Ist das die kleine Schwester von Claudia?"

  • Ich würde für so ne Tour und in die Dolos gibts verschiedenste, wirklich meeega tolle Strecken auf jeden Fall vorher ein wenig recherchieren und mich nicht auf Calimoto verlassen. Ja die Routen die Calimoto rauslässt sind ok, und oftmals auch schöne Ecken bei.

    Aber grad bei solchen Strecken hätte mich Cali schon einige Male gern schön veralbert... Da würde ich vorher unbedngt vorab bissl recherchieren. Sonst bleiben vlt die tollsten Ecken auf der Strecke. Oder man kommt als ungeübter Bergfahrer ggfs. über kleine/enge Pässe welche man vlt nicht unbedingt beim ersten Mal meistern muss/müsste.



    Und mit der kostenlosen Version wirst a ned weit kommen, da das Kartenmaterial beschränkt ist...
    Dann als günstige/kostnlose Alternative lieber kurviger ;)
    Kann im Prinzip was Calimoto kann, auch - und die Bedienung wird auch immer besser

    Waffeln sind Pfannkuchen mit Waschbrettbauch

  • Wenn Du einigermaßen bequem durchkommen willst empfehle ich Dir zwischendurch auch mal Autobahnetappen!

    Ja, ich weiß: die Mehrheit hier im Forum rollt gerade mit den Augen :grimasseAber gGerade um Ballungsgebiete (bei Euch oben Dreieck Heumar =)), Frankfurt, Stuttgart, München sind drei / vier oder mehr Ausfahrten SEHR nervensparend!


    In Österreich würde ich das Inntal rund um Innsbruck ebenfalls über Autobahn fahren - Brennerstaatsstraße ist auch nicht wirklich prickelnd (viel Tempolimit MIT Kontrollen, Überholverbote und unendlich viele Bürgerkäfige....) dagegen ist die Brennerautobahn ein Klacks. Kostet zwar, aber mir sind die paar Teuronen meine Nerven wert und die heb ich mir lieber für's Zielgebiet auf.


    Aus eigener Erfahrung auf der Strecke NU-RS kann ich Dir nur empfehlen, lieber einmal mehr als weniger übernachten - auf die Gesamtstrecke bezogen. Die Tour hat schon einiges zu bieten und Du willst ja sicher nicht alles auf der Autobahn zurücklegen.

    Täglich scheint die Sonne wieder, täglich weicht die Nacht dem Licht,

    alles siehst du immer wieder, nur verborgtes Werkzeug nicht! :nein

  • Wenn Du einigermaßen bequem durchkommen willst empfehle ich Dir zwischendurch auch mal Autobahnetappen!

    Danke Shiverina,

    ich vermute mal das wird auch darauf hinauslaufen.

    Habe ich mal zum Firmen-Moped-Treffen nach Donaustauf auch gemacht und damit bin ich gut gefahren.

    Aber ich habe ja noch fast ein Jahr Zeit,wer weiss was bis dahin alles erfunden wurde...:denkvielleicht eine Abkürzung oder ein Tunnel bis dahin:-/

    Liebe Grüsse aus dem Bergischen Land und alles bleibt besser ;)

  • Tunnel gibts nur in Stuttgart - und der wird auch bis nächstes Jahr nicht fertig..... :abfeiern

    Und wer will schon nach Stuttgart..... :-/


    Du machst das schon...:taetschel

    Täglich scheint die Sonne wieder, täglich weicht die Nacht dem Licht,

    alles siehst du immer wieder, nur verborgtes Werkzeug nicht! :nein

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