Welche Reifen fahrt ihr auf der Capo?

  • Reifen, mein Thema...:-/

    Die Engel auf der Capo können noch ein paar km, jedoch muss man gerade bei einem (mir) unbekannten Möppi seinen Horzont frühzeitig erweitern.

    Besonders, wenn der Start nicht der beste war....

    Auf der 12er Dorso hatte ich mal den M7RR montiert. Dieser war nicht schlecht, jedoch hat er im letzten Drittel immer mehr abgebaut und ein schlechtes Gefühl vermittelt.

    Den CRA3 fand ich wirklich sehr gut.

    Was fahrt ihr denn aktuell für Pellen (unabhängig der Größe) und könnt positives bzw. negatives berichten.

    Schon einmal Danke im voraus! :handshake

    Gruß

    Frank




    Habe die Suchfunktion wirklich benutzt...

  • Interessante Produkte für die Aprilia Shiver bei Amazon:

  • Angel GT in 190/55.


    Bin absolut zufrieden und daher gibt es für mich keinen Grund zu wechseln, auch wenn ich keinen direkten Vergleich habe (außer zum Angel GT in 180 sowie dem katastrophalen Dunlop als Erstbereifung).


    Der Angel GT hält bei mir hinten ca 9.000 km, vorne ca. 10.000 km. Dabei bleibt er über die gesamte Laufleistung sehr gutmütig, benötigt kaum eine Aufwärmphase und ist auch bei Regen super zu fahren. Ich hatte keine unangenehmen Rutsche, weder bei Kälte noch bei 40 Grad.


    Für mich der ideale Tourensportreifen, den ich höchstens gegen den Nachfolger ersetzen werde.


    Gruß

    Stephan

  • Bitte melden Sie sich an, um dieses Medienelement zu sehen.


    Vossy fährt auch den CTA 3 und ist begeistert. Dazu gibt's auch ein Thema.

    Einer der glücklichsten Momente im Leben eines Menschen ist der Beginn einer Reise in ein unbekanntes Land.
    Hat man erst einmal die Fesseln der Routine, der Gewohnheit, den Mantel vieler Sorgen und die Plackerei des Alltages abgeschüttelt, fühlt man sich auf einmal glücklich.


    Das Blut pulsiert wie in der Kindheit ... ein Gefühl wie an einem frischen Morgen des Lebens.
    :jester
    ... und mit zwei Armen, zwei Beinen und zwei Zylinger noch viiieeel mehr!

  • frank

    Außerdem hast du den Vorteil, dass du jeden Reifen in 190/55 fahren darfst.

    Einer der glücklichsten Momente im Leben eines Menschen ist der Beginn einer Reise in ein unbekanntes Land.
    Hat man erst einmal die Fesseln der Routine, der Gewohnheit, den Mantel vieler Sorgen und die Plackerei des Alltages abgeschüttelt, fühlt man sich auf einmal glücklich.


    Das Blut pulsiert wie in der Kindheit ... ein Gefühl wie an einem frischen Morgen des Lebens.
    :jester
    ... und mit zwei Armen, zwei Beinen und zwei Zylinger noch viiieeel mehr!

  • Hallo,


    Das Thema Reifen ist natürlich immer wieder eine schwierige Sache. Da entscheiden meist einfach nur der eigene Geschmack und die Vorliebe zu bestimmten Herstellern.



    Da ich nun schon einige Kilometer mit meiner Capo gefahren bin (aktuell bei 34.000km), habe ich natürlich auch schon einige Sätze Reifen durch. Bei mir halten Vorderreifen und Hinterreifen eigentlich immer ziemlich gleich lange, weshalb bei mir dann immer gleich Satzweise getauscht wird.


    Die Erstbereifung Dunlop Qualifier 2 war habe ich nach 2600km getauscht. Nach Da war der zwar noch nicht ganz fertig, aber die nächste Tour stand an und das hätte der Reifen nicht mehr gehalten.


    Dann habe ich auf Michelin Pilot Road 4 als 190er gewechselt. Für mich ein super zuverlässiger Reifen. Seien es Regenfahrten oder große Hitze. Auch wenn man richtig flott unterwegs ist und die Schräglage der Capo voll bis zu den Fußrasten ausnutzt, hatte ich nie Probleme mit diesem Reifen. Für mich eine Super Wahn, da er mittlerweile auch günstiger geworden ist. Der Road 4 hielt bei mir 7900km.


    Ersetzt wurde der Pilot Road 4 dann von seinem Nachfolger Road 5 als 190er. Der war bis auf die letzten 1500km echt Top zu fahren. Anfangs allerdings auch seeehr Agil, fast schon kippelig. Am Ende neigte der Reifen aber bei Regenfahrten zu Rutschen und es haben sich fiese Längskanten gebildete. Wahrscheinlich entstanden diese aber durch längere Touren mit nicht allzu hoher Schräglage. Das hat nachher schon echt genervt und ich habe überlegt den reifen frühzeitig zu wechseln. Das Rutschen hatten auch zwei meiner Motorrad Kollegen mit BMW S1000 XR und Triumph Tiger 1050. Der Road 5 hat bei mir 9000km gehalten.



    Danach habe ich den Continental Road Attack 3 ausprobiert. Diesmal als 180er, da es nur diese Freigabe gab. Den einzigen Unterschied, den ich so zwischen 180 und 190 feststellen kann, ist das ich beim 180 den Hinterreifen komplett bis zur Kante fahre und beim 190 etwas "Angststreifen" als Reserve bleibt. Der CRA3 hat ein super Handling, eine Menge Grip, neigt aber bei heißeren Temperaturen und flotter gangart zum Graining, rutschte aber bei mir nie. Beim Handling im Vergleich zum Road 5 nicht so extrem Agil, aber dennoch sehr Agil und stabil, fährt sich für mich sehr schön.

    Auch Regenfahrten machen keine Probleme, selbst bei kühleren Temperaturen. Das einzige was ich schlechter finde ist der höhere Preis und die geringere Laufleistung gegenüber dem Pilot Road 4. Der CRA3 hielt bei mir nur 6000km.


    Danach gab’s nochmal den Pilot Road 4 als Long Endurance Reifen für eine lange Tour, die der Road Attack 3 nicht gehalten hätte. Da habe ich allerdings den Reifen ziemlich flach gefahren in der Mitte, aber dennoch hat sich keine Kante gebildet wie beim Road 5. Selbst flottere Fahrten mit großer Schräglage waren bis zum Ende ohne Probleme möglich, die Kontur war einfach nur flacher geworden und das Handling etwas stabiler. Mit dem zweiten Pilot Road 4 bin ich dann 8400km gefahren.


    Als Nachfolger kam gestern nun wieder der Pilot Road 4 drauf, weil er bei mir einfach gut funktioniert und ein gutes Preis/Leistungs Verhältnis hat. Handling ist schön Agil, aber nicht so krass wie der Road 5. Da tuen such CRA3 und Road 4 nicht viel, ich finde beide super.


    Ich habe ansonsten keine weiteren Reifen mehr probiert, es gibt aber sicher sehr viele gute Reifen. Ich denke solange man bei den großen Markenherstellern bleibt, macht man bestimmt nichts falsch. Für mich passen aber die Tourensport Reifen am besten und sind eine gute Mischung aus Haltbarkeit und Grip in allen Lebenslagen. Vorzugsweise nehme ich die 190er Reifen, da diese eigentlich auf die Breite der Capo Felge gehören. Aber auch ein 180er Reifen funktioniert Problemlos.


    Gruß

    Michael

  • Hallo Michael,

    wenn man so viele km wie Du abgespult und die unterschiedlichsten Reifentypen ausprobiert hat, kann man wirklich von einem Vergleich sprechen.

    Diesen fand ich persönlich sehr aufschlussreich und für mich interessant!

    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Reifen-Erfahrungsbericht.


    Gruß

    Frank

  • Auch ich habe viel Sätze in 43tkm auf der Capo verbraten.

    Den Qualifier habe ich dem Verkäufer geschenkt und gleich neue auf ziehen lassen. Weiß nicht mehr was war wohl der Anget GT. Ich bekomme leider alle nicht mehr zusammen, auch bin ich nicht immer Satzrein gefahren.

    So richtig Spaß haben der CSA und der MRS+ gemacht, natürlich halten Sportreifen ca. 1/3 kürzer, jedoch finde ich den Sicherheitsgewinn, wenn warm gefahren, für nicht unerheblich. Sowohl in Schräglage als auch auf der Bremse. Lohnt sich aber auch nur wenn man über das Limit der Sporttourenreifen will.

    Insgesamt hat mir der CRA3 am Besten gefallen. Auf der Capo schön neutral und verbessert das Handling. Lässt sich rund und fließend fahren. Passt gut zur Capo. Allerdings verschleißt der bei Hitze und zügigster Gangart doch recht schnell. Bei Nässe übrigens Top der Reifen, bei mir diese Jahr Tornado erprobt.

  • Ich hab vor ca. 2 Wochen nach dem Road5 (den hatte ich im anderen Thread beschrieben) den Angelt GT als 190er aufgezogen.
    Hab damit jetzt 2000 km runter.
    Macht einen guten Eindruck, will etwas mehr Druck in die Kurve rein ist da aber ultrastabil auch beim anbremsen.
    Bei Feuchtigkeit und leichtem Regen(mehr gabs noch ned) auch Top.
    Und er ist momentan recht günstig zu haben, da der GT2 am Start ist...
    Habe für den Satz 185€ bezahlt..

    @ Stephan SL1975 - ich meine Du hättest mal geschrieben, dass die die Reifen selber wechselst? Welche Apparatur hast du dazu?


    Danke

    VG Phil

  • Hallo Phil,


    ich nutze das Gerät hier:

    https://v4-forum.de/threads/pr…-eigenkonstruktion.11012/


    Kann ich absolut empfehlen. Einfach mal Philipp per PN anschreiben, er hat meistens einige auf Vorrat produziert. Ich habe in den letzten beiden Jahren bestimmt schon 15 Reifen gewechselt und gewuchtet, funktioniert perfekt. Außerdem bin ich jetzt total flexibel und habe immer ein paar Reifen auf Reserve zu Hause.


    Hier noch das entsprechende Video:

    https://youtu.be/XZpVxJMZ7p4


    Gruß

    Stephan

  • Hi Stephan,


    auch das wuchten bekommst du da ohne Probleme hin?


    Dachte eigentlich das wäre komplizierter.

    Hätte ich Schiß davor, das zu vergeigen.


    Hast du dann ein "Gefühl" dafür welches Gewicht da wo hin muss?

    Oder gibt es da eine Faustregel dafür?

    :denk


    Gruß

    Thomas

  • Grundsätzlich ganz einfach.


    Einige Reifenhersteller haben eine Markierung auf dem Reifen (z.B. Pirelli). Dort ist der Reifen am leichtesten, also kommt dieser Punkt auf die Höhe des Ventils.

    Dann das Wuchtgeräts nutzen und das Rad frei drehen lassen. Wenn es irgendwann stehen bleibt, ist der schwerste Punkt unten und der leichteste oben. Mit doppelseitigem Klebeband nach und nach Wuchtgewichte am leichtesten Punkt anbringen, bis das Rad auf dem Wuchtgerät in jeder Position stehen bleibt. Jetzt nur noch die Wuchtgewichte direkt aufkleben. Fertig.

    Dauert am Anfang schon paar Minuten bis man es hat, aber ist tatsächlich keine Raketentechnik.


    Gruß

    Stephan